Unübersichtliche Lage bei Wohnungsbrand

Hattingen (NW) – Am Sonntagvormittag brach in einer Wohnung in einem Mehrparteienhaus in Hattingen (Ennepe-Ruhr-Kreis) ein Feuer aus. Lange Zeit musste davon ausgegangen werden, dass sich in der Brandwohnung noch eine Person befindet. Schwierig gestaltete es sich einen vollständigen Überblick über die Gesamtzahl aller Hausbewohner zu verschaffen.

Ein Feuer zerstört eine Wohnung in Hattingen. (Foto: Jens Herkströter)Schon der erste Notruf klang dramatisch. Dem Anrufer nach sollte eine Wohnung brennen und sich noch eine Person darin befinden. Die Leitstelle entsandte zunächst die Hauptamtliche Wache sowie die ehrenamtlichen Einheiten Welper und Mitte. Noch während die Kräfte die Einsatzstelle anfuhren, meldeten weitere Anrufer das Feuer. Sie bestätigten den Wohnungsbrand und berichteten ebenfalls von einer Vermissten in der Wohnung. Dies war Anlass, weitere Einheiten zu alarmieren.

Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen aus einem Wohnungsfenster im ersten Obergeschoss. Das Feuer drohte so auf die darüber liegende Wohnung sowie das Dachgeschoss überzugreifen. Ein Atemschutztrupp ging sofort in die verqualmten Räume vor und machte sich auf die Suche nach der Bewohnerin. Parallel ging die Drehleiter auf der Rasenfläche vor dem Gebäude in Stellung, um aus dem Korb die brennende Fassade zu löschen und einen Flammenüberschlag zu verhindern. Weiterhin wurden alle Wohnungen geräumt und die Mieter in Sicherheit gebracht.

Diese verteilten sich auf der Einsatzstelle, so dass die Auflistung aller Betroffenen einige Zeit in Anspruch nahm. Ein Gemeindezentrum diente für sie als Betreuungsstelle. Ein Linienbus brachte die zu betreuenden Personen dorthin. Während der Löscharbeiten traf die Bewohnerin der Brandwohnung am Einsatzort ein. Somit konnte die Suche nach ihr eingestellt werden. (Foto: Jens Herkströter/Feuerwehr)

 

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