Dienstag, 6. Dezember 2016

Transporter rammt Streifenwagen: zwei Tote

13. Oktober 2014 von  

Wachenroth (BY) – Schwerer Unfall auf der A 3 bei Wachenroth (Kreis Erlangen-Höchstadt): Ein Transporter prallte gegen einen Streifenwagen, der einen auf dem Standstreifen befindlichen Pkw absichern sollte. Zwei Menschen kamen ums Leben, drei weitere erlitten schwere Verletzungen.

Der Unfall ereignete sich am Samstag zwischen den Anschlussstellen Höchstadt und Schlüsselfeld. In den Morgenstunden war ein Fiat Punto mit einer Panne liegen geblieben und stand anschließend auf dem Seitenstreifen. Eine Streifenbesatzung der Verkehrspolizeiinspektion Würzburg-Biebelried erreichte gegen 5.30 Uhr die Gefahrenstelle. Die Beamten entschlossen sich, in Absprache mit dem 35 Jahre alten Fahrer, das Auto zu einem nahe gelegenen Parkplatz zu schieben. Dazu setzte sich einer der Polizisten ans Steuer des Pkw, während der Fahrer schob. Der zweite Beamte sicherte mit dem Streifenwagen dahinter ab.

Unfall bei der Absicherung einer Gefahrenstelle auf der Autobahn 3. Foto: News5

Unfall bei der Absicherung einer Gefahrenstelle auf der Autobahn 3. Foto: News5

Ein nachfolgender Fahrer (23 Jahre) eines Klein-Lkw aus Ungarn übersah die Gefahrenstelle trotz des Streifenwagens. Der Transporter prallte offenbar ungebremst gegen den Streifenwagen, der wiederum auf den Fiat auffuhr und den Pkw-Fahrer einklemmte. Dabei erlitten sowohl der aus den Niederlanden stammende Punto-Fahrer wie auch der Transporterfahrer tödliche Verletzungen. Der Beifahrer aus dem Transporter wurde aus dem Fahrzeug geschleudert, er war, nach Polizeiangaben, genau wie der Fahrer nicht angeschnallt. Der 36-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Auch die Polizeibeamten im Alter von 57 und 25 Jahren erlitten schwere Verletzungen. Die Verletzungen waren jedoch nicht so schwer, wie anfangs vermutet.

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An der Unfallstelle waren neben einem Großaufgebot von Rettungsdienstkräften die freiwilligen Feuerwehr aus Schlüsselfeld mit 18 Kräften sowie die Autobahnmeisterei Geiselwind mit fünf Mitarbeitern im Einsatz.

Dieser Transporter prallte gegen den Streifenwagen. Foto: News5

Dieser Transporter prallte gegen den Streifenwagen. Foto: News5

Die A 3 war nach dem Unfall in Richtung Würzburg stundenlang komplett gesperrt. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg kam eine Sachverständige vor Ort zum Einsatz. Die Unfallaufnahme erfolgte durch Beamte der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck. Eine Staatsanwältin aus Erlangen, die die Ermittlungen an der Unfallstelle leitete, ordnete die Sicherstellung der Fahrzeuge an. Warum der Fahrer des VW-Kleintransporters auf dem Standstreifen geraten war, ist bislang noch völlig unklar. Der durch den Unfall entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 100.000 Euro. An allen drei Fahrzeugen entstand Totalschaden.

Kommentare

3 Kommentare zu “Transporter rammt Streifenwagen: zwei Tote”
  1. Achimer sagt:

    „Was tun?“ sprach Zeus… furchtbar und irgendwie nicht zu verhindern…

  2. Gerhard sagt:

    Langsam kommt es mir so vor, dass die Fahrer im Halbschlaf immer auf ein Licht zufahren. Je besser man absichert, desto wahrscheinlicher wird man getroffen. Siehe – Schnaitach usw.

    So einen Einsatz wünsche ich Niemandem.

  3. M. Brodersen sagt:

    Solange diese „Sprinter“ kein EG-Kontrollgerät haben und weiter mehr als 100Fahren können wird es weiter passieren können….
    Es wird Zeit, das sich das ändert und auch diese Fahrzeuggruppen verstärk kontrolliert werden! Mit 2-Mann Besatzung sind theoretisch 21Std Schitzeit möglich…. Und wo soll das Personal in der Zeit ruhen, geschweige seine Pause machen? Ich sehe es beinahe jeden Tag, wie die auf den Sitzen oennen!
    Zeitbomben sind das!!
    Dier Unfall hätte sicher nicht sein müssen….

Kommentare

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