Freitag, 9. Dezember 2016

Suizidversuch endet im Gefängnis

Winnenden (BW) – Der Versuch sich selbst mit einem Brand das Leben zu nehmen, endete für einen 24-Jährigen aus Winnenden (Rems-Murr-Kreis) im Gefängnis. Der Mann hatte am Donnerstagnachmittag in suizidaler Absicht ein Bett in seiner Einzimmerwohnung in Brand gesteckt. Nach dem Auflodern der Flammen überlegte er es sich jedoch anders.

Der Mann lief daraufhin zu Fuß zu einer nahe gelegenen Polizeidienststelle, meldete das Feuer und gestand den Beamten den Brand selbst gelegt zu haben. Während über die Integrierte Leitstelle die Freiwillige Feuerwehr Winnenden alarmiert wurde, eilten die Besatzungen zweier Streifenwagen zum Einsatzort. Ein Polizist lief mit einem Feuerlöscher in das erste Obergeschoss und brachte den Brand zumindest unter Kontrolle. Dabei zog er sich jedoch eine Rauchgasvergiftung zu und musste im Krankenhaus behandelt werden. Er konnte die Klinik noch am Abend verlassen. Die Feuerwehr, mit fünf Fahrzeugen und 25 Kräften im Einsatz, löschte die Überreste des Bettes endgültig ab. Der von dem Feuer verursachte Schaden wird auf rund 10.000 Euro geschätzt.

Die Polizei nahm den 24-jährigen vorläufig fest. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart erließ am Freitagnachmittag ein Ermittlungsrichter einen Haftbefehl. Dieser wurde noch am Freitag in Vollzug gesetzt und der Mann in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

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