Mittwoch, 23. August 2017

Strohlager wird Raub der Flammen

27. August 2011 von  

Wangelau (SH) – Ein gut 100 Meter langer Stapel aus großformatigen Strohballen ist in der Nacht zum Freitag bei Wangelau (Kreis Herzogtum Lauenburg) durch ein Großfeuer komplett vernichtet worden. Zehn Stunden lang sorgten Feuerwehrleute dafür, dass sich die Flammen nicht ausbreiten konnten. Löschversuche wurden gar nicht erst gestartet, gepresstes Stroh ist nicht zu löschen.

Mehr als 100 Stroßgroßballen verbrennen auf einem Stoppelfeld in Wangelau. (Foto: Timo Jann) „Bei gepresstem Stroh wird man nichts, wenn man einfach nur Wasser drauf spritzt“, erklärte Einsatzleiter Gunther Beck. „Es gelangt nicht durch das gepresste Material, sondern wirkt nur oberflächlich“, so Beck. Er hatte deshalb entschieden, die Ballen brennen zu lassen. Zuletzt hatten in Geesthacht brennende Strohballen die Feuerwehr 23 Stunden beschäftigt.

Die Feuerwehrleute aus Wangelau, Schulendorf, Schwarzenbek und Lütau beschränkten sich während ihres Einsatzes darauf, den Flächenbrand des Stoppelfeldes abzulöschen und einen nahen Wallhecke zu kühlen, damit sie aufgrund der enormen Strahlungswärme des Feuers nicht in Flammen aufgeht.

Die Schwarzenbeker Feuerwehr sorgte im Pendelverkehr mit einem Tanklöschfahrzeug (TLF) 16/25 und einem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) 20/16 dafür, dass ausreichend Löschwasser zur Einsatzstelle transportiert wurde. Die wasserführenden Fahrzeuge speisten die Fahrzeuge ein, von denen aus der Lösch- beziehungsweise Kühleinsatz gefahren wurde. „Mit Aufgang der Sonne um 5 Uhr wurde der Einsatz abgebrochen“, sagte Stefan Rode, Disponent der „Integrierten Regional-Leitstelle Süd“ in Bad Oldesloe. (Text & Foto: Timo Jann)

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