Störfall: Erdöl aus Kaverne ausgelaufen

Etzel (NI) – In der Kavernenanlage in Etzel (Kreis Wittmund) ist es am Sonntagmittag zu einem schwerwiegenden Störfall gekommen. Große Mengen Erdöl sind aus einem unterirdischen Speicher ausgetreten und in die Umwelt gelangt. Zahlreiche Gewässer sind so verunreinigt worden. Mehr als 280 Einsatzkräfte sind seitdem im Einsatz. Ein Fischereiverein spricht von einer Umweltkatastrophe.

In der Kavernenanlage ereignete sich ein folgeschwerer Störfall, bei dem größere Mengen Erdöl austraten. (Foto: IVG Caverns)Gegen Mittag stellte das Betriebspersonal in der Leitwarte der Kavernenanlage von IVG Caverns die Havarie fest. Eine bislang unbekannte Menge Erdöl war ausgetreten. Das Öl floss offenbar schon seit mehreren Tagen unbemerkt aus einer Entlüftungsarmatur.

In Etzel wird Gas und Öl in unterirdischen Salzstöcken, sogenannten Kavernen, gelagert. Sofort wurde für zahlreiche Feuerwehren und THW-Einheiten aus der Region Großalarm ausgelöst. Bis zum Abend kamen über 280 Einsatzkräfte zum Einsatz und versuchten eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Auch heute sind noch viele Helfer im Einsatz und saugen mit Fachfirmen die Gewässer ab.

Nach Unternehmensangaben sind Gewässer auf einer Länge von über zehn Kilometern verunreinigt worden. Durch das Ausbringen von Ölsperren konnte ein Eindringen in die nahegelegene Nordsee verhindert werden. Noch steht das genaue Ausmaß des Umweltschadens nicht fest, allerdings werden nachhaltige Schäden für die Trinkwasserversorgung befürchtet. In der Nähe des Unfallortes befindet sich das Trinkwasserschutzgebiet Horsten, aus dem die Stadt Wilhelmshaven versorgt wird. Ein lokaler Sportfischereiverein bezeichnet den Vorfall als Umweltkatastrophe. Für dessen Mitglieder wurde umgehend ein Angelverbot ausgesprochen.  (Foto: IVG Caverns)

Ein Kommentar zu “Störfall: Erdöl aus Kaverne ausgelaufen”
  1. Michaela Reinhart

    Danke für Ihren grossartigen Einsatz vor Ort und den Bericht.

    Ich bin froh, das es noch Menschen gibt, die freiwillig helfen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Michaela Reinhart

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