Samstag, 10. Dezember 2016

Seenotretter helfen auf Rastplatz

21. Februar 2014 von  

Bremen/Haselünne (HB/NI) – Die Leitstelle der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen ist normalerweise für die Koordination von Seenotfällen in der deutschen Nord- und Ostsee zuständig. Am Donnerstag war die Hilfe ungewöhnlicherweise tief im Landesinneren gefordert. Über Umwege war in der Leitstelle in Bremen ein medizinischer Notfall auf einem Rastplatz bei Haselünne (Kreis Emsland) gemeldet worden.

Leitstelle der Seenotleitung Bremen. Symbolfoto:DGzRSAuf dem Rastplatz erlitt ein norwegischer Lkw-Fahrer einen Herzinfarkt. Ihm gelang es noch sein Handy zu greifen, um Hilfe zu rufen. Aber anstatt die europäische, einheitliche Notrufnummer 112 zu wählen, rief der Norweger ein Krankenhaus in seinem Heimatland an. Das Hospital leitete den Anruf an die nationale Rettungsleitstelle Norwegens weiter. Aber auch dort konnte man dem Landsmann nur bedingt helfen.

Direkter Draht aus Norwegen nach Bremen

Von gemeinschaftlichen Einsätzen bei Seenotfällen war den norwegischen Disponenten der Kontakt zur Leitstelle der Seenotleitung Bremen bekannt. Somit war der Hilferuf wieder in Deutschland angekommen, aber immer noch kein Rettungsmittel entsandt. Die Bremer konnten aber den Kontakt zur örtlich zuständigen Leitstelle aufnehmen und dem Patienten den Rettungsdienst schicken. Nach Angaben der Seenotretter war nach 20 Minuten ein Notarzt vor Ort. Der Lkw-Fahrer kam dann in ein Krankenhaus nach Meppen.

Für die Seenotleitstelle war dies nach eigenen Angaben der erste Einsatz im deutschen Straßennetz, dazu noch fernab der Küste. (Symbolfoto: DGzRS)

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