Samstag, 10. Dezember 2016

Seenot: Rehe in der Nordsee

2. Juni 2014 von  

Norden/Norderney (NI) – Zwei Rehe sind am Wochenende zwischen Norddeich und der Insel Norderney (Kreis Aurich) in der Nordsee in Not geraten. Während ein junger Hirschbock Sonntagmorgen von Norderneyer Seenotrettern im letzten Moment gerettet werden konnte, zog die Norder Feuerwehr nachmittags in Norddeich ein totes Reh aus dem Hafenbecken.

Seenotretter Ralf Jüttner von der Station Norderney mit dem vor Norddeich aus dem Wattenmeer geretteten Reh. Foto: DGzrSDie Besatzung eines Fährschiffs der Frisia-Reederei sah morgens im Fahrwasser vor Norddeich ein Reh in der Nordsee schwimmen und alarmierte die Seenotretter der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger. Mit dem Rettungskreuzer „Bernhard Gruben“ übernahm die DGzRS-Crew von der Insel Norderney den Einsatz. Da sich das Tier in einem Flachwassergebiet befand, musste das Tochterboot des Kreuzers „Johann Fidi“ zu Wasser gelassen werden. Mit dem kleineren Boot näherten sich die Seenotretter dem Tier,.Das junge Reh kämpfte um sein Leben.

Einer der Seenotretter schlüpfte in einen Überlebensanzug und stieg ins salzige Wasser. Er schnappte sich das völlig erschöpfte Wildtier und trug es an Bord. „Es zitterte am ganzen Körper, war aber sonst völlig ruhig. Man konnte spüren, dass es über unsere Hilfe froh war“, so die Seenotretter. Im Hafen von Norddeich wurde der junge Hirschbock an den zuständigen Jagdpächter übergeben.

Wenige Stunden später wurde ein weiteres Reh im Hafen von Norddeich entdeckt. Für dieses Tier gab es jedoch keine Rettung mehr. Passanten hatten das reglose Tier treiben sehen und die Polizei informiert. Die Beamten forderten zur Bergung des Kadavers die Feuerwehr an.

Rehe im Watt sind keine Seltenheit. Meistens flüchten die Tiere bei Paarungskämpfen oder Revierstreitigkeiten vor Rivalen. Wenn dann Menschen am Strand oder am Deich stehen und eventuell sogar noch Hunde bei sich führen, haben die Tiere Angst, wieder an Land zurückzukehren. (Foto: DGzRS)

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