Freitag, 21. Juli 2017

Schwieriger Bergungseinsatz – Drehleiter hebt Pkw an

Neunkirchen (SL) – Ein junger Mann verlor bei einem schweren Verkehrsunfall auf einer Neunkircher Straße in der Nacht zum Sonntag sein Leben. Die Feuerwehr Neunkirchen konnte den Mann in einem aufwändigen Einsatz nur noch tot aus seinem Fahrzeug bergen. Zum Anheben des Fahrzeugs kam eine Drehleiter zum Einsatz.

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Schwieriger Bergungseinsatz – Drehleiter hebt Pkw an. Foto: C. Benkert

Der Mann prallte mit seinem Pkw aus noch ungeklärter Ursache zunächst mit einem am Straßenrand geparkten Pkw zusammen. Nach der Kollision geriet der Wagen außer Kontrolle, schleuderte auf den Gehweg und rammte dort die niedrige Betonmauer einer Autowerkstatt. Mit schweren Schäden blieb der Wagen mit dem Dach auf der Betonmauer liegen. Der Fahrer wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt. Er erlag noch vor Eintreffen der Rettungskräfte seinen schweren Verletzungen.

Daraufhin lief eine aufwändige Bergungsaktion an, um den toten Fahrer aus seinem Fahrzeug zu befreien. Mit Hilfe der Neunkircher Drehleiter (Datenblatt bei BOS-Fahrzeuge.info) wurde der auf dem Dach liegende Pkw angehoben und abgesichert. „Die Drehleiter ist nicht nur ein Rettungsgerät, um Menschen aus hohen Gebäuden zu retten oder Brände von oben herab zu bekämpfen, mit ihr können im begrenzten Umfang auch Lasten in der Größenordnung eines Autos angehoben werden“, erklärt Christopher Benkert, Pressesprecher der Neunkircher Feuerwehr.

Um unkontrollierte Drehbewegungen des Autos während des Anhebens zu verhindern, sicherten es die Einsatzkräfte von zwei Seiten zusätzlich mit Seilwinden ab. Erst nach dem Anheben konnten die Feuerwehrleute mit einer hydraulischen Schere die Leiche des Fahrers aus dem Fahrzeug herausschneiden und ihn dem Bestatter übergeben.

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Der Einsatz war sehr belastend für die Einsatzkräfte. Noch im laufenden Einsatz wurde deshalb eine Notfallseelsorgerin hinzugezogen. „Einsätze wie dieser sind selbst für die Feuerwehr nicht alltäglich und stellen für die Helfer eine große psychische Belastung dar. Nach dem Einsatz müssen alle erst in Ruhe das Erlebte und die teils drastischen Bilder vom Einsatzort verarbeiten“, erläutert Benkert. Nach rund drei Stunden, gegen 5.30 Uhr konnte die 30 Feuerwehrleute ihren schweren Bergungseinsatz beenden und wieder einrücken.

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