Samstag, 3. Dezember 2016

Schwerer Sturm fordert die Feuerwehr

München – Der erste schwere Herbststurm hat in der Nacht zu Mittwoch zahlreiche Feuerwehren in Deutschland beschäftigt. Überwiegend betroffen war Süddeutschland, aber auch in anderen Teilen der Bundesrepublik verursachten die Böen diverse Schäden. Bei einem Einsatz erlitt ein Feuerwehrmann schwere Verletzungen.

Der Zwischenfall ereignete sich im bayerischen Pemmering. Medienangaben zufolge brach sich der Feuerwehrmann bei Bergungsarbeiten ein Bein. Er musste in eine Klinik nach Erding eingeliefert werden.

In der Landeshauptstadt München gingen nach Angaben der Feuerwehr die ersten Notrufe kurz nach 21 Uhr ein. Bis in den frühen Morgen musste die Feuerwehr fast 200 mal zu umgestürzten Bäumen, abgerissenen Ästen, umgefallenen Bauzäunen, einsturzgefährdeten Baugerüsten und ähnlichen Sturmschäden ausrücken. In einem Fall wurde ein rund 80 Quadratmeter großes Blechdach samt Dachstuhl von einem Wohnhaus gerissen. Dabei entstand nach Schätzung der Feuerwehr ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Teile des Daches der Pfarrkirche St. Anna im Lehel riss der Sturm ebenfalls ab. Aufgrund des starken Windes konnte die Feuerwehr keine Sicherungsarbeiten durchführen, die Eigengefährdung war zu groß. Daraufhin sperrte die Polizei den Bereich weiträumig ab. Die Feuerwehr ging davon aus, dass die Abarbeitung der Einsätze bis zum Mittwochnachmittag andauern würde.

Auch der Kreis Traunstein ist vom Unwetter betroffen. Bei Tacherting-Tettenhausen  muss die Feuerwehr umgestürzte Bäume von der Straße entfernen. Foto: fib/FDL

Auch der Kreis Traunstein ist vom Unwetter betroffen. Bei Tacherting-Tettenhausen muss die Feuerwehr umgestürzte Bäume von der Straße entfernen. Foto: fib/FDL

Auch die Feuerwehr Stuttgart meldete mehr als 100 Einsätze. Alle fünf Wachen der Berufsfeuerwehr sowie zwölf freiwillige Feuerwehren waren mit mehr als 200 Kräften im Dauereinsatz. Im gesamten Stadtgebiet stürzten zahlreiche Bäume um, gleichzeitig wurden Dächer von Gebäuden, Autos und Stromleitungen beschädigt oder Straßen durch herabfallende Äste versperrt. Die Leitstelle musste dienstfreies Personal einberufen, um die zahlreichen Notrufe abarbeiten zu können. Schadensmeldungen gab es auch aus den umliegenden Landkreisen wie zum Beispiel Ludwigsburg und Rems-Murr.

Feuerwehren auch rund um Nürnberg im Einsatz

In Nürnberg registrierte die Feuerwehr etwa 52 Einsätze. Es handelte sich vor allem umumgeknickte Bäume und durch Blitzschlag und Starkregen ausgelöste Brandmeldeanlagen. Auch mehrere Bäume stürzten auf Gebäude und Straßen, verletzt wurde dabei niemand. Aufgrund des Sturmes wurde das Flüchtlingslager auf der Deutschherrnwiese in Nürnberg teilweise geräumt, die Bewohner wurden auf andere Aufnahmestellen verteilt. Auch in den umliegenden Städten Fürth und Erlangen, sowie der umliegenden Landkreise Erlangen-Höchstadt, Nürnberger Land und Fürth waren die Feuerwehren stark gefordert.

Auch in Nürnberg sorgt der Sturm für  Schäden. Hier sichert die Feuerwehr eine umgestürzte  Ampelanlage. Foto: News5

Auch in Nürnberg sorgt der Sturm für Schäden. Hier sichert die Feuerwehr eine umgestürzte Ampelanlage. Foto: News5

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