Schiffsbrand auf hoher See bekämpft

Spiekeroog (NI) – Am Mittwochabend brach auf einer britischen Frachtgutfähre ein Feuer aus. Die „Hafnia Seaways“ fuhr nördlich der Nordseeinsel Spiekeroog, als die Besatzung den Brand bemerkte. Das Haveriekommando in Cuxhaven hat mehrere Schiffe sowie die Schiffsbrandbekämpfungsgruppen der Feuerwehren aus Brunsbüttel und Wilhelmshaven zur Hilfe geschickt.

Der 187 Meter lange Frachter war auf dem Weg von Immingham (Großbritannien) nach Cuxhaven. An Bord befanden sich insgesamt 27 Personen verschiedener Nationen. Der Brand war in einer Sauna ausgebrochen und konnte mit Bordmitteln nicht gelöscht werden. Um 19.30 Uhr hatte das für Notfälle in der Nord- und Ostsee zuständige Haveriekommando des Bundes und der Küstenländer die Gesamteinsatzleitung übernommen. Der auf Helgoland stationierte Seenotrettungskreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffsbrüchiger (DGzRS) “Hermann Marwede” sowie der Hochseeschlepper “Nordic” wurden umgehend zur Hilfe geschickt. Die “Nordic” befindet sich permanent auf See, um bei einem Notfall schnell vor Ort sein zu können. Auch das Fischereischutzschiff “Seefalke” nahm Kurs auf den Havaristen.

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Weiterhin wurden die speziell in der Schiffsbrandbekämpfung ausgebildeten und ausgerüsteten Brandbekämpfungseinheiten (BBE) der Feuerwehren aus Wilhelmshaven (NI) und Brunsbüttel (SH) alarmiert. Die Wilhelmshavener Einsatzkräfte wurden mit dem Mehrzweck- und Gewässerschutzschiff des Bundes “Mellum” in Richtung Unglücksort befördert. Die Brunsbütteler Kräfte wurden mit einem Marinehubschrauber an Bord der “Hafnia Seaways” gebracht, eine weitere Einheit wurde ebenfalls mit einen Schiff in Marsch gesetzt. Das Feuer konnte noch auf See gelöscht werden. Die BBE kontrollierten die Lage an Bord des Schiffes. Die RoRo-Fähre (Roll on Roll off) konnte dann aus eigener Kraft, in Begleitung der “Hermann Marwede”, weiter nach Cuxhaven fahren und dort gegen 0.20 Uhr festmachen.

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