Freitag, 9. Dezember 2016

Retter per Facebook gesucht und gefunden

Norden (NI) – Anfang Mai geriet in Norden (Kreis Aurich) der Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand. Eine Passantin hatte den Brand als Erste entdeckt und die Bewohner gewarnt. Durch die Meldung konnte eine Mutter ihr Kind in letzter Minute retten. Nun will sich die Familie bei der Passantin bedanken. Bei der Suche nach ihr half die Feuerwehr per Facebook.

Die Facebook-Seite der Freiwilligen Feuerwehr Norden. Screenshoot: FacebookAlles ging am Nachmittag des 3. Mai 2014 ganz schnell. Eine Frau entdeckte von der Straße wie Rauch aus dem Dach eines Einfamilienhauses drang. Die Frau klingelte an der Haustür Sturm. Die Bewohner saßen mit Familieneangehörigen zu diesem Zeitpunkt nichtsahnend in der Küche im Erdgeschoss des Hauses. Im Dachgeschoss schlief derweil ein zweijähriger Junge. Als die Bewohner die Haustür öffneten, berichtete die Frau von dem Qualm den sie gesehen hatte. Als die Mutter die Treppe nach oben sprintete, stand der Junge oben an der Treppe im völlig verrauchten Flur. Beide konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Als die Feuerwehr wenige Minuten später eintraf, schlugen die Flammen schon aus dem Dach (feuerwehrmagazin.de berichtete).

Ein Zweijähriger hat die Chance zum Leben bekommen

Nachdem der Schock einigermaßen verarbeitet worden war, wollte sich die Familien gerne bei der Frau bedanken. Doch sie kannten sie nicht und niemand hatte in der Einsatzhektik ihre Personalien aufnehmen können. Der Stiefvater des geretteten Jungen wandte sich am Dienstag an eine Lokalzeitung und bat dort um Hilfe. „Nur durch ihre Aufmerksamkeit und ihrer Zivilcourage hat ein Zweijähriger die Chance zum Leben bekommen. Können Sie uns bei der Suche nach dieser Frau unterstützen? Wir möchten uns bei dieser Frau bedanken!“, so die Worte des Mannes. Die Zeitungsredaktion pflegt einen guten Kontakt zur örtlichen Feuerwehr und leitete die Anfrage an die Einsatzkräfte weiter. Die Feuerwehr zögerte nicht lange und startete sofort auf ihrer Facebook-Seite einen Suchaufruf. Binnen zwei Stunden wurde der Beitrag über 5.100 Mal gesehen und genau 160 Mal geteilt.

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Neben den vielen Fans lasen auch eine weitere Tageszeitung sowie ein Radiosender den Beitrag und boten ihre Mithilfe an und wollten über die Suche berichten. Und tatsächlich, nur wenige Stunden nach Beginn der Onlinesuche machte eine Freundin der Gesuchten einen Eintrag auf der Facebook-Seite und stellte anschließend per eMail den gewünschten Kontakt her, sodass die Opfer des Großbrandes ihr Dankeschön nun persönlich überbringen können.

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