Freitag, 18. August 2017

Restaurant-Gast stellt Zündung vom ELW im Einsatz ab

10. August 2017 von  

Wunstorf (NI) – Während eines Einsatzes der Freiwilligen Feuerwehr Wunstorf (Region Hannover) am Dienstag, hat der Gast eines Restaurants die Zündung des Einsatzleitwagens (ELW) abgestellt. Er störte damit die Kommunikation an der Einsatzstelle.

Ein Restaurant-Gast fühlte sich offenbar vom Einsatz der Feuerwehr gestört und stellte kurzerhand die Zündung des Einsatzleitwagen ab. Symbolfoto: Freiwillige Feuerwehr Wunstorf

Die Feuerwehr befand sich gegen 20.30 Uhr in einer Übung, als plötzlich der Alarm losging: „Knall im Keller, es riecht verbrannt“. Umgehend brachen die Einsatzkräfte den Übungsdienst ab und fuhren zur Einsatzstelle.

Dann das Unfassbare: Während des Einsatzes stand ein Gast eines italienischen Restaurants auf und ging zum ELW. Er griff durch die Fahrerseite und stellte die Zündung ab. Die Funkverbindung zur Leitstelle war kurzzeitig unterbrochen.

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„Dieses Fahrzeug ist das Bindeglied zwischen den Kräften vor Ort und der Leitstelle in Hannover, zudem überwachen wir von dort oft die Position und den Luftvorrat der Atemschutztrupp“, erläutert Pressesprecher Marvin Nowak. Einsatzleiter Oliver Keuck sprach nach dem Einsatz den Gast an. Doch dieser zeigte keine Einsicht: „Eure Übung dauert nun schon lang genug“. Nach Rücksprache mit der Polizei sahen die Wunstorfer Brandschützer von einer Anzeige ab.

Stattdessen nutzten sie die Gelegenheit, um auf ihre Übungsdienste hinzuweisen. Jeder Bürger und jede Bürgerin ist eingeladen, bei Übungen hinter die Kulissen zu schauen – nur bei Einsätzen eben nicht.

Grund für den Einsatz war vermutlich eine Verpuffung in einer Therme. Die Feuerwehr konnte die Einsatzstelle an einen Techniker übergeben.

Kommentare

4 Kommentare zu “Restaurant-Gast stellt Zündung vom ELW im Einsatz ab”
  1. Mr. X sagt:

    Erbärmlich

  2. Markus aus NF sagt:

    Wenn es sich um einen Realeinsatz handelt, sollte es kein Pardon geben.
    Wenn, wie vom Pressesprecher erwähnt, die ASÜ vom ELW aus erfolgt, riskiert dieser unbefugte Eingriff die Gesundheit oder gar das Leben von Einsatzkräften.

    Da sich der Täter uneinsichtig zeigte, verstehe ich definitiv nicht, dass keine Anzeige erfolgte.

    Derartige Übergriffe, sei es tätliche Angriffe gegen Einsatzkräfte, oder auch die Nichtbefolgung von eindeutigen Anweisungen, sollten öffentlichkeitswirksam rigoros verfolgt und geahndet werden.
    Nur so kann der Bevölkerung deutlich gemacht werden, dass so etwas keinen Kavaliersdelikt darstellt.

  3. Theodorus sagt:

    Dr ärmlich und unverschämt. Hier müssen härter Strafen her.
    Die Aktion kann im Ernstfall Menschneleben kosten.

    Wer steht dann dafür gerade?

    Schade, denn hier fehlt jeglicher Respekt vor Menschen und Mitmenschen

  4. Sandro sagt:

    Wenn die Funktion der Kommunikations-Technik und der Atemschutz-Überwachung an die eingeschaltene Zündung gebunden sein sollte, ist aber beim Aufbau des Fahrzeuges aber ein bissel was schief gegangen.

Kommentare

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