Mittwoch, 18. Januar 2017

Personen per Telefon aus Rauch gerettet

30. November 2015 von  

Stade (NI) – Fünf Personen haben in der Nacht zu Freitag in einem leer stehenden Kaufhausgebäude in Stade übernachtet. Als in der Nacht ein Feuer in dem Geschäftshaus ausbrach, war die Gruppe vom Rauch eingeschlossen und konnte keinen Ausgang finden. Der alarmierten Feuerwehr gelang die Rettung auf ungewöhnliche Weise. Sie nahm telefonisch Kontakt zu den Eingeschlossenen auf und lotste die Fünf so zu einem Notausgang.

Die vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 18 und 32 Jahren waren bereits am späten Abend von der Polizei an dem ehemaligen Hertie-Haus in der Innenstadt angetroffen worden. Die Beamten sprachen der Gruppe einen Platzverweis aus. Der polizeilichen Anordnung leisteten die jungen Leute aber nicht lange folge. Sie kehrten später zurück und drangen in das leer stehende Kaufhaus ein, um dort einen Schlafplatz zu finden.

Gegen 4.45 Uhr wachte einer der Eindringlinge auf und bemerkte starken Rauch um sich herum. Er weckte seine Begleiter. Die Streuner versuchten sich in Sicherheit zu bringen, doch sie fanden in den weitläufigen verrauchten Räumen keinen Ausgang. Den Eingeschlossenen blieb somit keine Wahl als die Feuerwehr zu rufen.

Menschenrettung-Stade-30-11-2015

Auf einer Karte orientieren sich die Einsatzkräfte bei einem Brand in einem leer stehenden Kaufhaus in Stade. Foto: Polizei

Die angerückten Einsatzkräfte konnten Telefonkontakt zu den in Not geratenen herstellen und sie darüber zu einem Notausgang im Untergeschoss führen. Hier hatten die Feuerwehrleute inzwischen eine Tür aufgebrochen. Nach der geglückten Flucht kamen sie in die Obhut des Rettungsdienstes samt Notarzt, welche die Verletzten ins Stader Elbeklinikum brachten.

Um das verqualmte Gebäude mit seinen vier Stockwerken vollständig nach weiteren Personen abzusuchen, forderte die Stader Feuerwehr Unterstützung von den Ortsfeuerwehren Bützfleth sowie Wiepenkathen und der Löschgruppe Bützflether Moor an. Insgesamt kamen so rund 120 Einsatzkräfte zum Einsatz. Das Feuer lokalisierten Atemschutzgeräteträger in einer hölzernen Leichtbauwand im Erdgeschoss.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!