Freitag, 18. August 2017

Navi führt in die Irre: Lkw-Unfall

Norden (NI) – Ende einer Navi-Irrfahrt: Die Feuerwehren aus Hage, Hagermarsch, Sandhorst und Norden (Kreis Aurich) hatten am Sonntagabend einen schwerwiegenden Einsatz. Ein etwa 26 Tonnen schwerer Lkw war in einen Straßengraben gekippt. Zuvor war der Fahrer den Weisungen seines Navigationsgerätes gefolgt und hatte eine Landstraße verlassen um auf einem Feldweg seine Fahrt fortzusetzen.

Ein Navi führte zu diesem Lkw-Unfall bei Norden. Foto: Weege/FeuerwehrAls dem Fahrer die ostfriesische Einöde dann doch zu unheimlich wurde, blieb er auf dem völlig aufgeweichten Seitenstreifen stehen. Kurz nach dem Stillstand rutschte der Brummi in den Graben und stürzte um. Im Aufbau des Lkw befand sich eine Pump- und Tankanlage zum Austausch von Getriebeöl in Windenergieanlagen. Aus dieser lief langsam Öl aus, den Feuerwehren gelang es jedoch über 100 Liter aufzufangen. Die beiden Insassen blieben unverletzt. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich als äußerst schwierig und aufwendig. Ein Bergungsunternehmen aus Westerstede (Kreis Ammerland) rückte hierfür mit einem Autokran sowie zwei Bergungsfahrzeugen an. Die Aktion zog sich bis in den Morgen hinein.

Bei der ersten Erkundung stellte der Einsatzleiter eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Kofferaufbaus fest. Vorsichtshalber wurde diese mit einer schwarzen Folie abgeklebt, danach wurde die Stromerzeugung eingestellt. Hilfreiche Unterstützung bekamen die Einsatzkräfte von einem Landwirt. Mit einem Radlader füllte er Erde in den Graben, somit konnte eine Ausbreitung des Öles verhindert werden. Die mehr als 50 Helfer konnten sich in einer Maschinenhalle vor immer wieder aufziehenden Regenschauern schützen und mit Kaffee aufwärmen. Einige von den Helfern waren erst kurz vor diesem Einsatz von dem Hochwassereinsatz in Osnabrück zurückgekehrt. (Text/Foto: Thomas Weege/Feuerwehr)

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