Samstag, 3. Dezember 2016

Nächtliches Feuer in Großbäckerei

13. Oktober 2014 von  

Geesthacht (SH) –  Ein Brand im Technikraum einer großen Bäckerei in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) hat in der Nacht zum Samstag weite Teile der Produktion in der Backstube lahmgelegt. Aus noch ungeklärten Gründen war ein elektrischer Schaltschrank in Flammen aufgegangen. Daraufhin mussten die Elektroversorgung und die Gaszufuhr vorübergehend unterbrochen werden. Später konnte nur ein Teil der Öfen wieder ans Stromnetz angeschlossen werden.

Um 2.30 Uhr hatten die Bäcker der Frühschicht technische Schwierigkeiten bemerkt. Kurz darauf entdeckten sie das Feuer. Sofort forderten sie über den Notruf112 die Feuerwehr an. 30 Feuerwehrleute eilten mit Kommandowagen (KdoW), zwei Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugen (HLF) 20, einer Drehleiter (DLK) 23-12, einem Löschgruppenfahrzeug (LF) 16/12 und einem Mannschaftstransportwagen (MTW) ins Düneberger Industriegebiet, dazu die Polizei und der Rettungsdienst.

„Die erste Erkundung hat eine starke Rauchentwicklung aus dem Hausanschlussraum ergeben. Wir haben dann einen Löschtrupp, der sich durch Atemschutzgeräte gegen den Rauch schützte, hinein geschickt“, berichtete Ingo Schwarz. Der Zugführer der Feuerwehr leitete den Einsatz. Auch eine Wärmebildkamera wurde dabei eingesetzt. Schwarz: „Als klar war, dass ein elektrischer Schaltschrank brennt, hat sich der Trupp etwas zurückgezogen und aus sicherer Entfernung gelöscht.“

Feuer in einer Bäckerei in Geesthacht: Atemschutztrupps gehen gerade in das Gebäude vor. Foto: Timo Jann

Feuer in einer Bäckerei in Geesthacht: Atemschutztrupps gehen gerade in das Gebäude vor. Foto: Timo Jann

Eine weitere Sorge der Feuerwehrleute galt einer möglichen Brand- oder Rauchausbreitung innerhalb des Gebäudes. „Zum Glück waren aber alle Wandöffnungen, durch die die Kabel führen, vernünftig abgeschottet“, sagte der Einsatzleiter. Mit Hilfe eines Lüfters wurde der Qualm aus dem Hausanschlussraum gepustet.

Ähnlicher Artikel zum Thema:

Noch während der Löscharbeiten kam der Firmenchef und sein Sohn zur Backstube. „Jetzt gilt es, zu improvisieren“, sagte er. „So etwas ist uns in dieser Größenordnung in der Firmengeschichte noch nicht passiert“, sagte er. Schon seit mehr als 125 Jahren hat das Familienunternehmen, das 25 Filialen betreibt, seinen Sitz in Geesthacht. Gleich nach Abschluss der Löscharbeiten wurde eine Notstromversorgung eingerichtet. „Wir können immerhin vier unserer zwölf Öfen nutzen“, berichtete der Juniorchef am Tag nach dem Brand.

Die Bäcker werden in den kommenden Tagen früher anfangen müssen, um die gewohnte Menge backen zu können. Außerdem werden man wohl vorübergehend das Sortiment einschränken müssen, hieß es. Der Schaden und Verluste durch den Produktionsausfall lassen sich bisher nicht beziffern.

Brand unter Kontrolle: heller Wasserdampf steigt auf. Foto: Timo Jann

Brand unter Kontrolle: heller Wasserdampf steigt auf. Foto: Timo Jann

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!