Donnerstag, 8. Dezember 2016

Nach Wohnungsbrand kamen Einbrecher

13. Juni 2014 von  

Bad Bodenteich (NI) – Extrem dreist gingen Einbrecher in Bad Bodenteich (Kreis Uelzen) vor: Offenbar nur wenige Stunden nach einem Brand in einem Mehrfamilienwohnhaus suchten sie das betroffene Gebäude heim. Die Bewohner, die sich gerade noch vor dem Feuer in Sicherheit bringen konnten, befanden sich teils mit Rauchgasvergiftungen im Krankenhaus, teils waren sie bei Verwandten oder Freunden untergekommen. Die Diebe nutzen dabei offenbar aus, dass die Feuerwehr zuvor einige Wohnungstüren gewaltsam geöffnet hatte.

Polizei. Symbolfoto: Thomas WeegeDer Vorfall ereignete sich bereits am Pfingstwochenende, wurde jedoch von der Polizei erst am Freitag öffentlich gemacht. Aus bisher ungeklärter Ursache war es in der Nacht zu Sonntag gegen 2.20 Uhr in einer Wohnung des einstöckigen Mehrfamilienhauses zu einem Brand gekommen. Sämtliche Bewohner konnten aus dem Haus gerettet werden, zwei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung und mussten vom Rettungsdienst vorsorglich ins Klinikum Uelzen gebracht werden, darunter auch der 73 jährige Hauseigentümer. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot am Brandort. Das Feuer verursachte einen Sachschaden von mehr als 400.000 Euro.

Die Einbrecher kamen nach Ermittlungen der Polizei zwischen Sonntagmittag und Dienstagmorgen. Durch ein Küchenfenster gelangten die Täter in das Gebäude und über die von der der Feuerwehr aufgetretenen Wohnungszugangstüren in die Wohnungen. Dort erbeuteten sie Bargeld, Briefmarken und einen TV-Flachbildschirm. Selbst die Polizei reagierte empört: „Vor dem Hintergrund, dass die Mieter den Flammen nur in letzter Sekunde entkamen und lediglich ihre in der Nacht getragene Bekleidung noch als ihr Hab und Gut betrachten, eine ausgesprochen verwerfliche Tat“, heißt es in einer Mitteilung der Polizeiinspektion Lüneburg.

Kommentare

2 Kommentare zu “Nach Wohnungsbrand kamen Einbrecher”
  1. Jens sagt:

    Meiner Meinung nach liegt hier eine grobe Fahrlässigkeit seitens der Polizei vor. Wieso wurden die zerstörten Türen und Fenster nicht gegen unbefugtes eindringen gesichert? Hierfür gibt es bestimmt auch im Kreis Uelzen eine entsprechende Gebäudesicherungs-Einheit.

  2. Eisbär sagt:

    Sollte in so einem Fall nicht das THW angefordert werden um die Wohnungen zumindest provisorisch zu sichern? Kann mich Jens nur anschließen, fast 48 Stunden in der die Tat statgefunden haben muss! Hallo, hat da wer seinen Job nicht richtig gemacht? Und wenn das THW NÖ! sagt, dann muss halt ne Fachfirma ran. Hier kann man nur den Kopf schütteln, 1. wegen der Dreistigkeit der Tat und 2. wegen der offensichtlichen Fahrlässighkeit seitens der Behörden.

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