Dienstag, 25. Juli 2017

Nach rund 16 Monaten erneut Großeinsatz wegen brennender Busse

29. Juni 2016 von  

Springe (NI) – Im Springer Stadtteil Eldagsen (Region Hannover) brannten am Dienstagmorgen 12 Linienbusse eines Unternehmens komplett aus. Ein Großeinsatz für die örtlichen Feuerwehren war die Folge. Brisant: Es ist bereits das zweite Mal, dass mehrere Busse der Firma, vermutlich durch Brandstiftung, zerstört wurden.

12 Linienbusse auf Abstellplatz verbrannt – zweiter Großbrand bei Regiobus Fünf Omnibusse von Fahrer vor Flammen weggefahren – 120 Einsatzkräfte mehrere Stunden im Löscheinsatz – Brandursache ungeklärt und Schadenhöhe wieder in Millionenhöhe – Polizei sucht dringend Zeugen

Nach rund 16 Monaten erneut Großeinsatz wegen brennender Busse. Foto: B. Hermann/CAP

Laut Polizei meldete ein 27-jähriger Anwohner gegen 3.15 Uhr über den Polizei-Notruf, dass er einen lauten Knall gehört hatte und Feuerschein auf dem Regiobus-Betriebshof sah. Parallel gingen mehrere Notrufe bei der Regionsleitstelle Hannover ein. Auch aufgrund der Vorgeschichte zu diesem Objekt löste der Disponent sofort die höchste Alarmstufe aus.

Die Ortsfeuerwehren aus Eldagsen, Alferde, Bennigsen, Boitzum, Gestorf, Holtensen, Mittelrode und Springe sowie ein Gerätewagen Atemschutz fuhren die Einsatzstelle an. Insgesamt eilten 120 Einsatzkräfte mit 25 Fahrzeugen zu dem Bus-Unternehmen. Die Anfahrt konnte auf Sicht erfolgen, da eine riesige schwarze Rauchwolke in der Morgendämmerung über dem Betriebshof aufstieg.

Ein 45-jähriger Busfahrer, der als erster zum Dienst kam, konnte noch fünf Linienbusse vom Parkplatz wegfahren. Beim Eintreffen der Ortsfeuerwehr Eldagsen standen laut Stadtfeuerwehrsprecher Stefan Quentin alle 12 Linienbusse, die auf der Westseite des Geländes abgestellt waren, in Vollbrand.

FM_0716_coverIm aktuellen Heft: Vor 16 Monaten – 25 Busse brennen aus 

In Springe-Eldagsen (NI) steht das größte Bus-Depot der Regiobus Hannover GmbH in Flammen. 25  Busse sowie andere Fahrzeuge brennen trotz des schnellen Eingreifens der Feuerwehr komplett aus. Mehr als 300 Einsatzkräfte schützen durch Riegelstellungen umliegende Gebäude und eine direkt angrenzende Halle.

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Einsatzleiter Thorsten Hoppmann ließ zwei etwa 800 Meter lange B-Schlauchleitungen zu einem Bach verlegen, um von dort das Wasser per Tragkraftspritzen zum Brandort zu pumpen. Insgesamt wurden etwa 9.000 Liter Löschwasser über ein Wenderohr der Springer Drehleiter, einen Wasserwerfer und mehreren Strahlrohren auf die brennenden Busse abgegeben.

Mit Wasser aus zwei Strahlrohren konnten die auf der Ostseite stehenden Busse benetzt und gekühlt werden. Eine Ausbreitung des Brandes auf ein benachbartes Gebäude sowie weitere Busse konnte erfolgreich verhindert werden.

Alle 12 Linienbusse brannten komplett aus. Der Brand war gegen 5 Uhr gelöscht. Auflodernde Brandnester in den Wracks wurden noch etwa eine weitere Stunde abgelöscht. In der Umgebungsluft konnte die Feuerwehr keine erhöhte Konzentration von Schadstoffen messen.

Mehrere Beamte vom Kriminaldauerdienst und den Brandermittlern der Polizeidirektion Hannover nahmen noch während der Brandbekämpfung die Ermittlungen zur Brandursache auf. Laut Polizei wird der Sachschaden auf etwa drei Millionen Euro geschätzt.

Zur Vorgeschichte: Nicht der erste Brand

In der Nacht zum 2. Weihnachtstag 2014 brannten in der ehemaligen Fahrzeughalle insgesamt 25 Linienbussen und weitere Fahrzeuge aus. Die Halle stürzte ein. Die Brandbekämpfung mit insgesamt 300 Einsatzkräften dauerte bis zum Folgetag. Der Sachschaden betrug geschätzte 10 Millionen Euro. Die Brandursache ließ sich auch nach monatelangen Ermittlungen der Experten nicht ermitteln, weil der Zerstörungsgrad zu groß gewesen war.

Ebenfalls in einer Nacht hatten Unbekannte Mitte September 2015 auf der Nord- und der Südseite, der durch den ersten Großbrand nicht zerstörten Werkstatthalle, Kunststoffscheiben der Rolltore in Brand gesetzt. Der oder die Brandstifter konnten von der Polizei bis heute nicht ermittelt werden.

(Text: B. Hermann/CAP)

Kommentare

1 Kommentar zu “Nach rund 16 Monaten erneut Großeinsatz wegen brennender Busse”
  1. Mr X sagt:

    OMG

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