Mutmaßlicher Brandstifter stirbt im Feuer

Hannover – Ein 29-jähriger Mann ist in der Nacht zu Dienstag bei einem Brand in einem Hannoveraner Wohn- und Geschäftshaus ums Leben gekommen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Toten um einen der beiden Betreiber des Lokals im Erdgeschoss, einen 29-Jährigen, handelt. Außerdem vermuten die Ermittler, dass der junge Mann im Cafe Brandbeschleuniger verteilt und das Feuer selbst entfacht hatte.

Gegen 1.35 Uhr war die Feuerwehr Hannover durch Anwohner, die durch einen explosionsartigen Knall aufgeschreckt worden waren, zu einem Brand in einem Wohn- und Geschäftshaus in der Goethestraße gerufen worden. Als die ersten Rettungskräfte von der nur wenige hundert Meter entfernten Feuer- und Rettungswache 1 an der Einsatzstelle eintrafen, standen bereits das Erdgeschoss und das erste Obergeschoss, in denen sich das Café befand, im Vollbrand. Der Brandrauch breitete sich durch das gesamte Gebäude aus.

In diesem brennenden Café in Hannover starb ein 29-Jähriger. Foto: NonstopnewsDie Feuerwehr leitete sofort eine umfangreiche Brandbekämpfung und Menschenrettung ein. Ein 41-jähriger Mann, eine 30-jährige Frau und ihre siebenjährige Tochter konnten leicht verletzt über Drehleitern gerettet werden. Eine 35-jährige Frau und ein gleichaltirger Mann wurden von den vorgehenden Trupps im Treppenraum aufgefunden und ins Freie gebracht. Sie mussten mit schweren Rauchgasvergiftungen unter Notarztbegleitung in umliegende Kliniken gebracht werden.

Auf der Empore des zweigeschossigen Cafés fanden die Einsatzkräfte das Todesopfer. Ein Mann, der in der Frühphase des Einsatzes mit einer Fluchthaube aus dem Treppenraum gerettet wurde, blieb auf eigenen Wunsch vor Ort. Zwei Wellensittiche, die beim Absuchen der Wohnungen entdeckt wurden, wurden vom Gerätewagen Tierrettung in die Tierärztliche Hochschule gebracht.

Bei den umfangreichen Rettungs- und Löscharbeiten, die bis etwa 5.30 Uhr andauerten waren 104 Einsatzkräfte von Rettungsdienst und Feuerwehr im Einsatz. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf mehrere hunderttausend Euro.

Die Hintergründe zu der Brandstiftung sind derzeit noch unklar, die Ermittlungen dauern an. Am 22. November 2009 war in derselben Gaststätte ein 22-Jähriger erstochen worden. Einen Zusammenhang der Taten sieht die Polizei nach gegenwärtigem Stand nicht.

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