Donnerstag, 30. März 2017

Mit Pumpen gegen eindringendes Wasser – Havarist droht zu sinken

21. Februar 2017 von  

Düsseldorf – Frachtschiff drohte zu sinken. Großeinsatz für die Feuerwehr Düsseldorf. Bereits am Sonntagabend hatte ein Binnenschiff im Hafen leckgeschlagen. Die Feuerwehr kam den Havaristen mit Pumpen, Tauchern und Booten zur Hilfe. Als der Großteil des Wassers abgepumpt war, rückten die meisten Kräfte wieder ein. Einige Einheiten blieben vor Ort, um nachlaufendes Wasser abzupumpen. Doch die Kapazitäten reichten nicht aus – ein erneuter Großeinsatz folgte.

20.02.2017 / 21.02.2017 ++Rhein bei Düsseldorf++ Frachtschiff droht nun zu sinken - Feuerwehr erneut mit Großaufgebot im Einsatz Pressemeldung der Feuerwehr Düsseldorf: "Montag, 20.02.2017 - 20:45 Uhr- Reisholzer Werfstraße, Hafen Reisholz, Während des Löschens der Ladung von ca. 1700 t Kies droht der seit gestern im Reisholzer Hafen liegende Havarist nun zu sinken. Durch mehrere Risse im Rumpf dringt weit mehr Wasser ein, als die bisher eingesetzten Pumpen des Feuerlöschbootes leisten können. Daher wurden von der Leitstelle der Feuerwehr Düsseldorf Einheiten der Feuerwache Technische Dienste, die Löschgruppen Garath und Himmelgeist-Itter, sowie der Technik- und Kommunikation- und der Umweltschutzzug der Freiwilligen Feuerwehr zur Unterstützung alarmiert. Auf Anforderung ist auch das Feuerlöschboot der Feuerwehr Köln auf dem Weg in den Reisholzer Hafen. Es wird nun versucht, weitere leistungsstarke Pumpen in den Havaristen einzubringen um so das eindringende Wasser wieder aus dem Schiff zu pumpen. Neben tragbaren Pumpen steht auch das Pumpenmodul des Hytrans-Fire-System zum Einsatz bereit. Dabei handelt es sich um eine hydraulisch betriebene Pumpe, die bis zu 8000 ltr. Wasser pro Minute fördern kann. Diese Pumpe wurde bereits erfolgreich bei Hochwasserlagen, z.B. 2013 in Magdeburg oder 2016 am Niederrhein eingesetzt."

Während des Löschens von zirka 1700 Tonnen Kies droht ein seit Sonntag im Reisholzer Hafen liegender Havarist zu sinken. Durch mehrere Risse im Rumpf dringt weit mehr Wasser ein, als die Pumpen des Feuerlöschbootes leisten können. Foto: Patrick Schüller

Während des Löschens von zirka 1.700 Tonnen Kies schlug ein Frachtschiff im Düsseldorfer Hafen Reisholz Leck. Wasser drang in zwei Laderäume des Frachters ein. Ein Großeinsatz für die Feuerwehr lief an: Um den eindringenden Wassermassen Herr zu werden, setzte die Feuerwehr mehrere Pumpen auf dem Havaristen ein. Durch den Ausfall des Generators an Bord des Schiffes konnten die bordeigenen Pumpen nicht in Betrieb genommen werden.

Wasserseitig wurden über die Löschboote Neuss, Chempark Dormagen und Düsseldorf Pumpen in den betroffenen Bereichen eingebracht. Landseitig wurde ein Übergang zum hindernisfreien Erreichen des Frachters aufgebaut. Die Spezialisten der Tauchergruppe setzten zudem weitere Pumpen in den Ausgleichtanks des Schiffes ein.

Zu Spitzenzeiten konnten bis zu 5.000 Liter Wasser pro Minute aus dem Frachtraum des Schiffes gefördert werden. Nach rund zweieinhalb Stunden war der erste Einsatz für die Feuerwehr beendet. Einzelne Einheiten betrieben weitere Pumpen am Schiff, um das Sinken des Havaristen zu verhindern.

Am Abend des Folgetages dann der nächste Alarm für die Feuerwehr. Gleicher Ort, ähnliches Szenario: Durch mehrere Risse im Rumpf lief mehr Wasser ein, als die bisher eingesetzten Pumpen abpumpen konnten. Ein weiteres Mal lief ein Großeinsatz an. Auch das Feuerlöschboot der Feuerwehr Köln wurde zum Einsatzort geschickt. Neben weiteren tragbaren Pumpen kam auch das Pumpenmodul Hytrans-Fire-System zum Einsatz. Alleine damit konnten 8.000 Liter pro Minute abgepumpt werden.

Die Ursache der Havarie ist derzeit noch unklar.

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