Dienstag, 6. Dezember 2016

Millionenschaden nach schwerem Großbrand

27. Oktober 2014 von  

Welzheim (BW) – Großbrand in Breitenfürst bei Welzheim (Rems-Murr-Kreis): Zwei große Lager- und Fabrikationshallen sind am Montagmorgen vollständig niedergebrannt. Dabei entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Schaden von rund zwei Millionen Euro. In den 3.000 bis 4.000 Quadratmeter großen Hallen befanden sich Fertigungsmaschinen und unter anderem große Mengen Kunststoffgranulat. Eine enorme Rauchsäule stand über der Region, der Kunststoff lief brennend über das Areal.

Das Feuer war gegen 7 Uhr im Industriegebiet Schwabenäcker ausgebrochen. Die Feuerwehren aus Welzheim, Alfdorf, Schorndorf, Waiblingen und Backnang rückten mit insgesamt 19 Fahrzeugen, darunter mehrere Drehleitern, und 85 Kräften aus.

Die Feuerwehr konzentrierte sich erfolgreich darauf, ein Übergreifen auf angrenzende Gebäude, darunter das Verwaltungsgebäude der betroffenen Firma, zu verhindern. Die unmittelbar betroffenen Hallen, auf denen sich auch eine Photovoltaikanlage befand, brannten völlig nieder. Von einer stand am Vormittag nur das Gerippe, von der anderen nur noch die Hülle.

Großbrand bei Welzheim: Kunststoff gibt dem Feuer immer neue Nahrung. Foto: Andreas Rosar

Großbrand bei Welzheim: Kunststoff gibt dem Feuer immer neue Nahrung. Foto: Andreas Rosar

Aufgrund der starken Rauchentwicklung wurde die Bevölkerung im Raum Welzheim und Rudersberg vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte die Polizei. Eine unmittelbare Gesundheitsgefahr gäbe es nicht.

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Die Waiblinger Kriminalpolizei wird die Ermittlungen zur Brandursache vor Ort aufnehmen, sobald der Brandort betreten werden kann.

Dieser Brand bei Welzheim verursachte einen Schaden von rund zwei Millionen Euro. Foto: Andreas Rosar

Dieser Brand bei Welzheim verursachte einen Schaden von rund zwei Millionen Euro. Foto: Andreas Rosar

Kommentare

10 Kommentare zu “Millionenschaden nach schwerem Großbrand”
  1. J,Zimmermann sagt:

    Das erste Bild zeigt wie eigentlich nich über tragbare Leitern ein Löschangriff vorgetragen wird. Leiter nicht gesichert Schlauch unter druck. UVV ?

  2. joas volker sagt:

    Normalerweise werden bei einem Brand mit einer solchen Menge Kunststoff Dioxine frei, die für
    den menschlichen Körper sehr giftig sein können. In diesem Fall ist Welzheim
    noch wirklich glimpflich davongekommen.

  3. ThaNeub sagt:

    Im Einzelfall kann von der UVV abgewichen werden.

  4. Mathias Fischer sagt:

    @ J.Zimmerman: Wenn Krieg ist ist Krieg.

  5. andi sagt:

    @J. Zimmermann:
    Woher willst du wissen, dass die Leiter nicht gesichert ist? Man sieht nur den oberen Teil, ob unten ein Kamerad steht und sichert, sieht man nicht. Man sieht auch deutlich das der Kamerad auf der Leiter das Strahlrohr in Betrieb hat, also würde in dem Fall wie von dir beschrieben der Schlauch ohne Druck nichts bringen.
    Also zuerst Augen auf bevor hier auf UVV verwiesen wird…

  6. J,Zimmermann sagt:

    In der UVV steht, dass über tragbare Leitern kein Löschangriff vorgenommen bzw. mit Wasser am Strahlrohr gelöscht werden darf.

  7. Matthias sagt:

    Wo steht das denn? Löschangriff über tragbare Leitern ist selbstverständlich erlaubt. Die Leiter muss dazu nur am Leiterkopf gesichert sein und der Feuerwehrangehörige muss sich selber auf der Leiter sichern.

  8. Peter sagt:

    Ob die Leiter gesichert ist oder nicht ist in diesem Fall des Erstangriff ersteinmal egal diese Pappnasen die sich auf Ihre FwDv berufen möchte ich bei solch einem Brand sehen.

    Gruppenführer 1 Fahrzeug ca. 6000 – 8000 qm Lagerhalle in Vollbrand in der Lagerhalle Kunststoffgranulat.

    Daneben weitere Hallen anderer Firmen und das Blockhaus des Firmen Besitzers.

    In erster Linie ist die Steckleiter mit 2 Leiterteilen in diesem Moment SCHEIßEGAL.
    eine vernünftige Riegelstellung muss her. Deshalb ohne Große Rede unsere Kameraden aus Welzheim haben alles richtig gemacht.

    Bereits wenige Minuten nach der eigentlichen Alarmierung wurde der AB-Sonderlösch der FF Waiblingen angefordert. Während die Waiblinger noch nicht einmal mit dem AB-Sonderlösch Ausgerückt waren wurde der AB-Tank- Wasser- Schaum nachgefordert ( Waiblingen hat 2 WLF) Parallel wurde die 2. DL aus Schorndorf nachgefordert. Innerhalb von 30 Minuten wurden 6 insgesant 4 Wehren Nachalarmiert Standard mäßig Rücken hier 2 Wehren (Welzheim und Alfdorf) aus.

    Perfekter kann es nicht laufen !!

    Es sei viel eher mal erwähnt das bei UNS im Rems Murr Kreis solche Großbrände von 8000 qm Kunststoff mit ca. 100 Feuerwehrleuten ausgemacht werden. Wenn ich hier die Berichte verfolge sind überall anderst immer mind. das 3 fache an Personal nötig. Bereits als auf den Tag genau 11 Monate vorher ein Großbrand in einem Matratzenlager in Waiblingen im Gange war haben ca. 100 Wehrleute genügt.

    Also währe es anstatt einer Kritik an der Steckleiter ( wo niemand erkennen kann ob Sie gesichert war oder nicht ) eher mal mit einem Lob getan das man bei uns noch mit minimalem Aufwand maximal erzielen kann.

    In diesem Sinne behaupte ich mit Stolz ein Mitglied des Feuerwehrverband Rems-Murr zu sein. Und bin stolz darauf das es bei uns so weitsichtige gute und koordinierte
    Zug- und Gruppenführer hat damit bei uns jeder Großbrand klein aussieht. !!

  9. Konrad Fischer sagt:

    Wieder mal eine sich selbst entzündende PV-Anlage? Es wäre weiß Gott nicht die erste!

    Konrad Fischer
    PV-Brandchronist

  10. Stefan Jenöfi sagt:

    Zudem war es nur ein Leiterteil da Mauer nur 1.80 hoch, Feuerwehrmann somit in ca 60-70cm Höhe. Aber gut man kann auch alles 1000 prozentig machen braucht man halt nochmal 50 Leute mehr in der Hoffnung das man die irgendwo her bekommt.

Kommentare

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