Donnerstag, 8. Dezember 2016

Mercedes kracht in Schaufensterfront

7. November 2016 von  

Gerlingen (BW) – Ein Seniorenpaar ist am Samstag bei einem Verkehrsunfall in Gerlingen (Kreis Ludwigsburg) schwer verletzt worden. Der Mercedes der beiden war in die Schaufensterfront eines Elektromarktes gerast und stand nach dem Unfall halb in dem Geschäft. Obwohl das Geschäft geöffnet hatte, gab es in dem Verkaufsraum keine weiteren Verletzten zu beklagen. Die Feuerwehr beschwerte sich nach dem Einsatz über Gaffer.

Eigentlich wollte der 83-Jährige Fahrer sein Auto von einer Hauptverkehrsstraße auf einen Parkplatz steuern. Doch anstatt die Fahrt zu verlangsamen, beschleunigte der Wagen und schoss über die drei Fahrspuren, einen Gehweg sowie zwei Grünstreifen. Mit hoher Wucht prallte der Mercedes dann in das Schaufenster eines Elektromarktes. Mit der Front stieß der Wagen gegen eine massive Stütze und kam quer in der Fensteröffnung zum Stehen.

Die große Glasscheibe zersplittere in unzählige Teile. Genauso wie weitere Trümmerteile flogen sie quer durch den Verkaufsraum des geöffneten Geschäftes. Glücklicherweise befanden sich alle Kunden und Verkäufer zu diesem Zeitpunkt im hinteren Bereich des Ladens.

Unfall-Gerlingen-07-11-2016

Quer im Schaufenster eines Elektromarktes steht ein verunfallter Mercedes. Die Feuerwehr streut zwischen Haushaltsgeräten auslaufende Betriebsstoffe ab.

Die alarmierten Rettungskräfte versorgten den Fahrer sowie seine 75 Jahre alte Beifahrerin. Neben zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug flog auch ein Rettungshubschrauber mit einem zweiten Notarzt zum Unfallort. Die Feuerwehr Gerlingen unterstützte die Verletztenversorgung und streute in dem Laden zwischen Unfallwagen und Haushaltsgeräten auslaufende Betriebsstoffe ab. Die Schäden am Gebäude und an der Verkaufsware schätzt die Polizei auf insgesamt 70.000 Euro.

Die Feuerwehr Gerlingen lobt in ihrer Berichterstattung ausdrücklich das vorbildliche Verhalten mehrerer Ersthelfer. Jedoch gab es, laut der Wehr, neben der Hilfsbereitschaft auch Mitbürger, die lieber ihre Neugierde mit dem Anfertigen von Fotos und Videos befriedigten. Den Gaffern schien es dabei egal zu sein, dass sie dabei Menschen ablichteten die gerade um ihr Leben kämpften.

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