Freitag, 9. Dezember 2016

Materialschlacht: Großes Heulager in Flammen

15. September 2014 von  

Reinbek (SH) – Ein Heulager mit 800 Quaderballen ist am Sonntagnachmittag in Reinbek (Kreis Stormarn) in Flammen aufgegangen. Ein zweiter Lagerplatz mit weiteren 600 Ballen war dadurch in Gefahr geraten. Die Wasserversorgung konnte bei dem Großbrand nur sehr aufwendig hergestellt werden. Insgesamt kamen rund 140 Feuerwehrleute plus weitere Helfer vom THW und DRK zum Einsatz.

Spaziergänger entdeckten das Feuer zwischen Schönnigstedt und Aumühle. Die Einsatzkräfte fanden am Rande eines Ackers eine über sieben Meter hohe Heumiete mit einer Grundfläche von 280 Quadratmetern vor die komplett in Flammen stand. Über dem Brandort stand eine mehrere hundert Meter hohe Rauchsäule die selbst in östlichen Teilen Hamburgs für besorgte Anrufe bei der Feuerwehr sorgte. Für eine zweite Lagerstätte bestand die Gefahr ebenfalls in Brand zu geraten.

Großer Löschwasserbedarf

Für die aufwendige Brandbekämpfung mussten weitere Feuerwehren aus der Umgebung nachalarmiert werden. Anfangs musste das Löschwasser mit wasserführenden Fahrzeugen herangebracht werden. Damit der Löschwasserbedarf dauerhaft sichergestellt werden konnte, wurden parallel an einem 400 Meter entfernten Fischteich und dem nahegelegenen Elbenebenfluss Bille Wasserentnahmestellen eingerichtet.

THW und DRK nachgefordert

Um eine Ausbreitung des Feuers auf das zweite Lager und ein Gehölz zu verhindern, kamen neben zahlreichen handgeführten Strahlrohren auch drei Wasserwerfer zum Einsatz. Ein Grünstreifen wurde vorsichtshalber mit einem dünnen Schaumteppich abgedeckt. Die Einsatzkräfte beschränkten sich bei dem Großbrand auf den Schutz der Umgebung und ließen das erste Lager abbrennen.

Einsatz dauert die ganze Nacht an

140 Feuerwehrleute waren nach und nach mit 20 Fahrzeugen angerückt. Am Abend forderte die Einsatzleitung dann das Technische Hilfswerk (THW) mit den Fachgruppen „Räumen“ und „Beleuchtung“ aus Ahrensburg und Lübeck zum Ausleuchten an. Außerdem sollten sie den brennenden Heuhaufen mit einem Radlader abtragen. Bis Mitternacht kamen 35 Atemschutztrupps zum Einsatz. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) übernahm die Verpflegung der Einsatzkräfte. Im Laufe des nächsten Tages kamen weitere Radlader und ein Bagger hinzu. Die Löscharbeiten zogen sich bis in den Montagabend hinein und dauerten somit über 24 Stunden an. Die Feuerwehr betitelt den Einsatz, als einer der größten Herausforderungen der letzten Jahre. Die Brandursache steht noch nicht fest.

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800 große Heuballen brennen in Reinbek. Das THW unterstützt die Feuerwehr bei dem Großbrand unter anderem mit einem Radlader. Foto: KFV Stormarn

Kommentare

9 Kommentare zu “Materialschlacht: Großes Heulager in Flammen”
  1. M.Fischer sagt:

    Ohne die Örtlichkeit zu kennen: Oft ist es Wirtschaftlicher, unter Mithilfe von Belüftungsgeräten, die den Abbrand beschleunigen, das Heu/Stroh komplett abbrennen zu lassen. Diese Lösung ist auch schon in der Brandschutz ausführlich beschrieben worden.

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