Samstag, 10. Dezember 2016

Löschwasser wird bei Großbrand knapp

19. Februar 2015 von  

Süderschmedeby (SH) – Bei einem verheerenden Brand im Sieverstedter Stadtteil Süderschmedeby (Kreis Schleswig-Flensburg) ist am Donnerstagmorgen ein leerstehendes Wohnhaus, das gerade renoviert wurde, vollständig ausgebrannt.

Das Feuer wurde von einem vorbeilaufenden Schüler entdeckt, der umgehend die nebenan wohnenden Besitzer des Hauses informierte. Die Leitstelle Nord löste daraufhin um 7.18 Uhr Vollalarm für die freiwilligen Feuerwehren aus Süderschmedeby und Sieverstedt-Stenderup aus. Zusätzlich rückten der Einsatzleitwagen (ELW) aus Tarp und die Drehleiter (DLK) der Berufsfeuerwehr Flensburg mit aus. Später wurde die Freiwillige Feuerwehr Oeversee-Frörup nachalarmiert.

Obwohl die Einsatzkräfte in Minutenschnelle am Einsatzort eintrafen, konnte eine rasche Ausbreitung des Feuers nicht verhindert werden. Durch die starke Hitzeentwicklung schlugen bereits kurz nach der Ankunft der Feuerwehren meterhohe Flammen aus dem Dach und den Fenstern des Hauses. Neben der Brandbekämpfung von außen rückten weitere Einsatzkräfte unter PA zum Innenangriff vor, der sich durch die starke Rauchentwicklung eher schwierig gestaltete. Mit der Drehleiter konnte die Brandbekämpfung schließlich auch von oben aufgenommen werden.

Brand in Süderschmedeby: Auch über eine Drehleiter wird gelöscht. Foto: Iwersen/Nordpresse

Brand in Süderschmedeby: Auch über eine Drehleiter wird gelöscht. Foto: Iwersen/Nordpresse

Ein großes Problem bei der Brandbekämpfung stellte die knappe Wasserversorgung dar. Wie Sönke Simonsen, Wehrführer der FF Süderschmedeby, gegenüber feuerwehrmagazin.de mitteilte, kamen die kurzzeitigen Probleme bei der Löschwasserversorgung aber erst mit dem Einsatz der Drehleiter zustande. Die an der Einsatzstelle vorhandene Leitung reichte nicht aus, um den enormen Wasserbedarf der DLK zusätzlich zu den bereits eingesetzten Schlauchleitungen am Boden zu decken. Durch den eigens eingerichteten Pendelverkehr mit einem TLF 20/40 und einem LF 10/6 konnte bald eine dauerhafte Wasserversorgung sichergestellt werden.

Dennoch brannte das Haus komplett aus. Dank günstiger Windverhältnisse konnte zumindest ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende, mit Reet gedeckte, aktuelle Wohnhaus der Besitzer verhindert werden.

Der vorläufig geschätzte Sachschaden liegt bei 100.000 Euro. Die Kriminalpolizei Flensburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

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