Komplizierte Rettung nach Verkehrsunfall

Georgsdorf (NI) – Lebensgefährliche Verletzungen hat am Mittwochabend ein junger Mann bei Georgsdorf (Kreis Grafschaft Bentheim) erlitten. Als Beifahrer war er bei einem Verkehrsunfall in einem Kia eingeklemmt worden. Die Feuerwehr benötigte rund 50 Minuten, um den Mann in einer komplizierten Rettungsaktion aus dem Fahrzeugwrack zu befreien.

Zwei junge Männer fuhren mit dem Kia auf der Kreisstraße 4 von Georgsdorf in Richtung Nordhorn. Als sie nach links abbiegen wollten, übersahen sie offenbar einen Kleintransporter, der ihnen aus Richtung Nordhorn entgegen kam. Der Fahrer des Kleintransporters konnte noch bremsen, prallte aber trotzdem mit großer Wucht in die Beifahrerseite des Kia. Durch den heftigen Aufprall wurden beide Fahrzeuge auseinandergeschleudert. Der Kia kam rund 20 Meter von der Aufprallstelle entfernt im Seitenraum quer über einen Graben zum Stehen, der Kleintransporter stoppte sieben Meter weit entfernt.

Nach dem Unfall steht das Unfallfahrzeug in einem Graben, was die Rettung erschwert. Foto: Stephan KonjerNach dem Notruf entsandte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle vom DRK-Rettungsdienst einen Rettungswagen (RTW) aus Emlichheim, einen RTW aus Nordhorn und das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) aus Nordhorn mit Notarzt zur Einsatzstelle. Zusätzlich wurden die Ortsfeuerwehr Georgsdorf und deren First Responder alarmiert. Während der Fahrer des Kleintransporters unverletzt seinem Fahrzeug entsteigen konnte und auch der Fahrer des Kia ebenfalls ohne Hilfsmittel verletzt gerettet werden wurde, gestaltete sich die Situation für den Beifahrer des Pkw als sehr schwierig. Durch den massiven Aufprall auf die Beifahrerseite war der junge Mann schwer in dem Fahrzeug eingeklemmt. Fast die komplette linke Seite des Kia war nahezu bis zur Mitte des Fahrzeuges eingedrückt worden. Die ungünstige Lage des Autos quer über einem Graben machte die Rettung zudem kompliziert.

Gut 50 Minuten benötigten die Rettungskräfte um den jungen Mann aus dem Autowrack zu befreien. Dabei kamen zwei hydraulische Rettungssätze (aus LF 10/6 und TLF 16/24) zum Einsatz. Aus Leitern wurde eine Standfläche für die Einsatzkräfte geschaffen. Da die Beifahrerseite des Kia so sehr verformt war, dass von dort kaum ein Zugang geschaffen werden konnte, entschloss sich die Einsatzleitung, den Beifahrer über die Fahrerseite und nach oben weg zu befreien. Beide Türen auf der rechten Seite und das Dach mussten dazu entfernt werden. Anschließend wurde mit dem hydraulischen Spreizer der Beifahrerraum so aufgeweitet, dass der Mann mit Hilfe eines Spine-Boards (Rettungsbrett) befreit werden konnte. Während der rund 50 Minuten dauernden Befreiungsaktion wurde der lebensgefährlich verletzte Mann immer wieder durch den Notarzt und Rettungsdienst versorgt. Nach einer umfangreichen Versorgung im RTW vor Ort, wurde der Mann in ein Nordhoner Krankenhaus gebracht. Durch den zweiten RTW war vorher auch schon der verletzte Fahrer des Kia nach Nordhorn transportiert worden. (Text/Foto: Stephan Konjer)

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