Samstag, 3. Dezember 2016

Kleinkind im letzten Augenblick gerettet

5. Mai 2014 von  

Norden (NI) – Ein zweieinhalb Jahre alter Junge ist am Samstagnachmittag bei einem Dachstuhlbrand in Norden (Kreis Aurich) nur knapp dem Tod entgangen, als im Haus seiner Großeltern ein Feuer ausbrach. Passanten hatten das Feuer entdeckt und Alarm geschlagen. Bewohner retteten den Kleinen aus dem verqualmten Dachgeschoss. Polizei und Feuerwehr brachten weitere Personen in Sicherheit.

Vollbrand. Als die Feuerwehr eintrifft, schlagen die Flammen aus dem Dachstuhl eines Mehrgenerationenhauses in Norden. Foto: Feuerwehr NordenIn dem Haus lebten mehrere Generationen unter einem Dach. Das Kleinkind schlief in einem Zimmer im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss hielten sich die Großeltern, der Stiefvater und ein weiterer Angehöriger auf.

Plötzlich klingelte ein Ehepaar an der Haustür und warnte die Bewohner vor dem Feuer im Dachgeschoss. Nun wurden auch weitere Angehörige im Nachbarhaus auf den Brand aufmerksam und eilten zur Hilfe. Während die einen die Senioren in Sicherheit brachten, stürmten andere die Treppe hinauf, um den Jungen zu retten. Er stand bereits im verrauchten Flur.

Die Polizei sperrte für die anrückende Feuerwehr sofort die vor dem Haus verlaufende Straße und unterstützte die Angehörigen bei der Evakuierung des Wohnhauses. Als die Feuerwehr eintraf, schlugen die Flammen schon durch mehrere Dachfenster. Eine Frau rannte nochmal in das brennende Haus zurück und musste von Polizisten und Feuerwehrleuten wieder hinausgeführt werden. Sie kam, wie auch der Junge, mit Verdacht auf Rauchvergiftung in ein Krankenhaus.

Innenangriff muss abgebrochen werden

Die Flammen hatten rasend schnell das gesamte Dachgeschoss erfasst. Ein Angriffstrupp ging durch den Treppenraum zur Brandbekämpfung vor. Immer wieder rollten dem Trupp Flammenwalzen entgegen. Wegen der enormen Hitze und herabfallender Dachteile mussten die Kräfte ihren Auftrag abbrechen. Danach wurde der Brand ausschließlich von außen bekämpft. Die gesamte Etage brannte aus, auch das Bettchen des Jungen wurde ein Raub der Flammen.

Für die Bekämpfung des Brandes und die Betreuung und Versorgung der Betroffenen rückte ein Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und Deutschen Roten Kreuz an und war bis in den Abend hinein im Einsatz. Die Brandursache ist noch unklar, das Wohnhaus ist unbewohnbar. (Foto: Feuerwehr Norden)

Kommentare

8 Kommentare zu “Kleinkind im letzten Augenblick gerettet”
  1. Mathias Fischer sagt:

    Das sind Einsätze, die 1000 BMAs und Heimrauchmelder wieder wett machen.

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