Donnerstag, 8. Dezember 2016

Evakuierung in Köln wegen 10-Zentner-Bombe

24. Juli 2014 von  

Köln (NW) – 7.800 Menschen mussten am Mittwochnachmittag in Köln-Riehl wegen einer Bombenentschärfung evakuiert werden. Auf der Baustelle einer Senioren- und Behindertenwohneinrichtung war am Dienstag eine amerikanische Zehn-Zentner-Bombe gefunden worden. Für die Entschärfung mussten neben Kampfmittelspezialisten 600 Einsatzkräfte mit 150 Fahrzeugen anrücken und die große Evakuierung bewerkstelligen.

Kampfmittelbeseitigung. Symbolfoto: Thomas WeegeDas Relikt aus vergangenen Kriegszeiten wurde bei Bauarbeiten auf dem Gelände der Sozial-Betriebe-Köln (SBK) „Riehler Heimstätten“ freigelegt, eine große Einrichtung zur Pflege und Betreuung von Senioren und Menschen mit Behinderungen. Das 500 Kilogramm schwere Kampfmittel mit zwei Aufschlagzündvorrichtungen konnte am Nachmittag vor Ort entschärft und unschädlich gemacht werden. Die sensible Aufgabe war in diesem Fall besonders heikel, da die Bombe beschädigt war.

Doch bevor die Entschärfung überhaupt beginnen konnte, mussten Straßenbahnen ihren Betrieb einstellen, zahlreiche Straßen gesperrt und 1.300 Heimbewohner sowie 6.500 weitere Personen aus dem Gefahrenbereich evakuiert werden. Darunter befanden sich auch 23 Pflegebedürftige, die in einer Notunterkunft in einer Schule untergebracht wurden. Für diese gesamte Mamutaufgabe waren rund 600 Einsatzkräfte von feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und anderen Hilfsorganisationen erforderlich. Sie führten für 190 sitzende und für 172 liegende Personen die Transporte durch.

Nach der erfolgreichen Delaborierung der militärischen Munition, konnte das Sperrgebiet 400 Meter um den Fundort am Abend wieder freigegeben werden und die Evakuierten zurück in ihre Wohnungen. (Symbolfoto: Thomas Weege)

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