Dienstag, 28. März 2017

Großbrand zerstört komplettes Hotel

Norden (NI) – In Norden (Kreis Aurich) ist am Donnerstag ein Hotelbetrieb vollständig zerstört worden. In Windeseile breitete sich das Feuer in dem Gebäude aus. Der Innenangriff musste wegen zu großer Hitze abgebrochen werden. Ein Bagger trug das Gebäude teilweise ab, damit das Feuer endgültig gelöscht werden konnte.

Die erste Alarmmeldung für die Norder Feuerwehr ließ das Schlimmste erwarten. Die Leitstelle Ostfriesland ergänzte das Einsatzstichwort „Gebäudebrand mit Menschenleben in Gefahr“ mit dem Zusatz, dass sich noch ein Kind in dem Hotel befinden soll. Als die Einsatzkräfte eintrafen, waren aber das Kleinkind sowie alle anderen Personen bereits in Sicherheit. Doch dieser erleichternden Meldung folgte das erste Erkundungsergebnis. Das Feuer war im Erdgeschoss ausgebrochen und hatte sich bereits weit im Inneren des Gebäudes über alle Etagen ausgebreitet.

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Ein Hotel steht In Norden nahezu vollständig in Flammen. Alle Mitarbeiter und Gäste können sich rechtzeitig Sicherheit bringen. Foto: Thomas Weege

Großer Bedarf an Atemschutzgeräteträgern

Die Atemschutzgeräteträger (AGT) brachen ihren Innenangriff schnell wegen extremer Hitze ab. Unterstützung forderten die Norder bei ihren Nachbarwehren, Lütetsburg, Hage und Greetsiel an. Wegen der starken und weiterhin zunehmenden Rauchentwicklung bedurfte es weiterer AGT. Außerdem benötigte man eine zweite Drehleiter, die aus Aurich anrückte. Die Bevölkerung wurde per Rundfunkdurchsage aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten. Rettungsdienst und Deutsches Rotes Kreuz versorgten fünf Personen, die sich bei Brandausbruch in dem Gebäude aufhielten und Rauch eingeatmet hatten. Alle kamen in ein Krankenhaus. Über Nacht mussten ein Mann sowie der zunächst vermisste eineinhalb Jahre alte Junge zur Beobachtung dort bleiben.

Bagger legt Brandstellen frei

In der ersten Bauphase war das Gebäude in Flachdachbauweise errichtet worden. Später erfolgten der Ausbau und die Aufstockung mit einem Ziegeldach. Das alte Bitumendach wurde damals einfach überbaut. So entstanden zwei Hohlschichten, die mit einer wsserdichten Schicht Bitumenbahn voneinander getrennt waren. Darin konnte sich das Feuer ungehindert durch das gesamte Gebäude ausbreiten. Ein herankommen war letztlich nur mit einem Bagger möglich. Die Baumaschine riss in der Nacht Teile des Gebäudes ein und legte zahlreiche Brandstellen frei. Erst nach 15 Stunden Einsatz von bis zu 130 Einsatzkräften, war der Großeinsatz beendet. Wodurch das Feuer ausbrach, ist noch unklar.

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Da man nicht an alle Brandstellen herankam, riss ein Bagger Teile des Hotels ein. Foto: Thomas Weege

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