Dienstag, 6. Dezember 2016

Großbrand zerstört Betrieb in Ellwangen

Ellwangen (BW) – Sonntagmorgen kam es in Ellwangen (Ostalbkreis) zu einem Großbrand in einem Industriebetrieb. Knapp 100 Feuerwehrmänner bekämpften die Flammen. Es bestand die akute Gefahr, dass sich hochgiftige Blausäuredämpfe ausbreiten.

Gegen 7.15 Uhr bemerkten eine Polizeistreife eine enorme Rauchentwicklung über einem Entsorgungsbetrieb im Industriegebiet Ellwangen-Neunheim. Die alarmierte Feuerwehr konnte „auf Sicht“ fahren. Beim Eintreffen der Kräfte brannte das 20 x 50 Meter große Gebäude in voller Ausdehnung. Die Flammen breiteten sich rasend schnell auf Container und Lkw aus, die am Gebäude standen. Durch einen massiven Löschangriff von außen bekam die Feuerwehr den Brand innerhalb der ersten Stunde unter Kontrolle. 16 Werfer und Strahlrohre setzten die Kameraden ein, erzählte Ellwangen Stadtbrandmeister Wolfgang Hörmann. Bereits um kurz vor 10 Uhr meldete der Einsatzleiter „Feuer aus“. Doch die Nachlöscharbeiten gestalteten sich langwierig. Das Gebäude war stark einsturzgefährdet.

Gefährlicher Brandrauch

Als sehr bedenklich stufte die Feuerwehr zwischenzeitlich die enorme Rauchentwicklung ein. Der Qualm zog bei heftigem Wind direkt in angrenzende Wohngebiete. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Auch die Autofahrer auf der nahe gelegenen Autobahn 7 mussten gewarnt werden. Die Feuerwehr führte umfangreiche Schadstoffmessungen durch. Ihre Sorge war der mögliche Austritt von Blausäuredämpfern. So erhielten die Behörden die Warnungen an die Bevölkerung noch einige Stunden aufrecht. In einer Pressekonferenz gab die Feuerwehr im Laufe des Sonntags Entwarnung. Sie hatte keine erheblichen Werte festgestellt.

Zur Brandursache konnte die Polizei noch keine abschließende Meldung veröffentlichen. Der Schaden wird auf zirka eine Million Euro geschätzt. (Foto: Heino Schütte)

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