Dienstag, 23. Mai 2017

Großbrand und Katwarn: Lagerhalle in Hamburg in Flammen

Hamburg – Im Hamburger Stadtteil Veddel brannte am Sonntagabend eine Lagerhalle. Eine riesige Rauchwolke zog über die Stadt. In mehreren Stadtteilen wurden die Anwohner aufgefordert, die Fenster geschlossen zu halten. Das Einsatzstichwort wurde schnell bis auf FEU6 erhöht.

Gegen 20 Uhr gingen die ersten Notrufe bei der Leitstelle ein. Aufgrund der Vielzahl der Anrufe löste die Leitstelle Alarm mit FEU2 aus. Nach ersten Meldungen sollten sich noch Personen in dem Gebäude befinden. Wie die Feuerwehr bekannt gab, konnte dies allerdings nicht bestätigt werden.

08.05.2016 Großfeuer in Hamburg - Rauch ist über der ganzen Stadt zu sehen! Lagerhalle in Vollbrand. Feuerwehr Hamburg gibt insgesamt 6. Alarme. Nachlöscharbeiten sollen sich nach ersten Angaben bis in den nächsten Tag ziehen. THW in einsatz!

Rund 245 Kräfte der Feuerwehr kämpften gegen das Feuer. Foto: S. Peters

Einsatzstichwort „Feuer“ 

Bei dem Alarmstichwort „Feuer“ gibt es verschiedene Kombinationen mit anderen Abkürzungen. Y steht beispielsweise für „Menschenleben in Gefahr“. Die Zahl gibt an, wie viele Löschzüge der Hamburger Feuerwehr alarmiert werden. Ein Löschzug besteht aus 16 Einsatzkräften, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr und den entsprechenden Einsatzfahrzeugen und weiteren Komponenten.

Der erste Einsatzleiter am Brandort erhöhte umgehend auf FEU3. Kurze Zeit später stand die Lagerhalle mit 320 Quadratmetern in Vollbrand. Ein Innenangriff war damit nicht mehr möglich. Bereits um 20.20 Uhr wurde die Alarmstufe ein weiteres Mal auf FEU4 erhöht. Zirka 150 Feuerwehrleute mehrerer Löschzüge, zusammengesetzt aus Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr, waren im Einsatz.

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Mehrere Löschzüge der Feuerwehr waren im Einsatz. Foto: D. Waldeck

Die Einsatzleitung bildete insgesamt drei Einsatzabschnitte. Zur Brandbekämpfung nahm die Feuerwehr sechs Werfer und fünf B-Rohre vor. Sieben Hubrettungsfahrzeuge waren im Einsatz. Gegen 21 Uhr wurde die Alarmstufe auf FEU6 erhöht um weitere Kräfte für die Löscharbeiten bereit zu stellen. Zu Spitzenzeiten waren 245 Kräfte aus sechs Löschzügen der Feuerwehr Hamburg in den Einsatz eingebunden. Um die Löschwasserversorgung sicherzustellen, kam neben zahlreichen Tragkraftspritzen auch eine Großpumpe des THWs zum Einsatz.

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Die nötige Menge an Löschwasser erforderte einiges an Logistik. Foto: C. Timmann

Aufgrund der starken Rauchentwicklung löste die Einsatzleitung für mehrere Stadtteile das Warnsystem „Katwarn“ aus. Die Anwohner sollten ihre Fenster geschlossen halten und sich nicht im Freien bewegen. In den betroffenen Stadtteilen nahmen vier Spür- und Messefahrzeuge Schadstoffmessungen vor. Allerdings konnte keine Kontamination der Luft festgestellt werden.

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Gegen 23 Uhr war das Feuerwehr unter Kontrolle. Nach und nach konnte die Zahl der eingesetzten Kräfte reduziert werden. Rund 30 Feuerwehrleute blieben an der Einsatzstelle um die Nachlöscharbeiten durchzuführen. Diese zogen sich bis in den Montagvormittag hin.

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