Samstag, 10. Dezember 2016

Großbrand in Wohnanlage fordert 430 Kräfte

23. Juni 2014 von  

Elmshorn (SH) – Am Samstagabend geriet das Dach eines achtstöckigen Wohnblocks in Elmshorn (Kreis Pinneberg) in Brand. Der Großbrand entwickelte sich im Laufe der Nacht zu einem der größten Einsätze der Stadt. Über 430 Einsatzkräfte waren in der Nacht und dem folgenden Tag gefordert. 150 Bewohner wurden in Sicherheit gebracht. 105 Wohnungen sind nun nicht mehr bewohnbar.

Feuerwehr. Symbolfoto: Thomas WeegeWährend die deutsche Fußballnationalmannschaft in Brasilien gegen Ghana spielte und viele Fans gespannt vor den Fernsehern saßen, muss das Feuer ausgebrochen sein. Kurz nach dem Abpfiff schlugen dann die Flammen aus dem Dach. Die anrückende Feuerwehr ließ wegen der zahlreichen Notrufe die Alarmstufe noch auf der Anfahrt erhöhen und forderte zusätzliches Hubrettungsgerät an. Schnell stand die rund 1.000 Quadratmeter große Dachfläche in Brand. Die Bewohner der 105 Wohneinheiten konnten in Sicherheit gebracht werden. Sieben von ihnen mussten jedoch mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Ebenso ein Feuerwehrmann, der mit einem Fuß umknickte.

Pendelverkehr für Atemluftflaschen

Die Brandbekämpfung gestaltete sich äußerst schwierig und gefährlich. Von außen kam man erst an den Brandherd heran, als das Flachdach großflächig durchgebrannte. Über vier Drehleitern und einen Teleskopmast konnte dann massiv gelöscht werden. Im Innenangriff konnten die Atemschutztrupps wegen der starken Hitzeentwicklung nur langsam vorankommen. Um den großen Bedarf an Atemschutzgeräteträgern zu decken, erfolgten fortlaufend Nachalarmierungen. Insgesamt kamen 430 Einsatzkräfte aus elf freiwilligen Feuerwehren, dem Rettungsdienst, des Deutschen Roten Kreuzes, des Technischen Hilfswerks und der Polizei zum Einsatz. Von der Kreisfeuerwehrzentrale in Tornesch-Ahrenlohe wurden Atemluftflaschen zur Einsatzstelle im Pendelverkehr hin und her gefahren.

Enormer Wasserschaden

Zwar entstand durch den umfangreichen Löschangriff ein erheblicher Wasserschaden in fast allen darunterliegenden Wohnungen, dafür konnte ein Übergreifen auf eine angrenzende und gleichgroße Dachfläche verhindert werden. Das THW musste mit einer großen Pumpe das abfließende Löschwasser aus dem Keller pumpen. Dort stand zeitweise das Wasser einen Meter hoch. Das abgegebene Löschmittel lief wie aus Bächen die Treppenhäuser hinunter. Während die Feuerwehr stundenlang gegen die Flammen kämpfte, betreuten die Rettungsdienste die Bewohner.

Erst nach rund sechs Stunden war der Großbrand unter Kontrolle. Die Nachlöscharbeiten zogen sich bis in den Vormittag hinein. Einige der 150 Bewohner konnten dann kurz in ihre Wohnungen, um ein paar persönliche Gegenstände herauszuholen. 25 Personen hatten die Nacht in einer als Notunterkunft umfunktionierten Turnhalle verbracht. Die Stadtverwaltung hat den Bedürftigen vorübergehend Hotelzimmer organisiert.

 

Kommentare

13 Kommentare zu “Großbrand in Wohnanlage fordert 430 Kräfte”
  1. Sieg01 sagt:

    Es ist wie beim Fußball:

    Da tausende von selbst ernannten Trainern, die alles besser wissen,

    hier sind es die „oberschlauen Einsatzleiter“ z.K. (zum ko……)

  2. Stefan M. Faust sagt:

    Stefan Dokta, was willst Du denn bei einem solchen Großbrand (1000 qm) mit lächerlichen 750 kg Pulver?
    Ansonsten gilt mein Respekt allen beteiligten Kräften.

  3. Hans Huber sagt:

    Die Frage muss erlaubt sein: eine Riegelstellung zum Nachbardach ist okay, aber warum bitteschön säuft ein Hochhaus!!!! dermaßen ab, das im Keller das Wasser einen Meter hoch steht? Hätte das Feuer auch so einen Schaden anrichten können, wie es hier das durch alle Etagen laufende Wasser geschaft hat?
    Mir ist das Vorgehen unbegreiflich. Wer leitet und verantwortet denn so einen Einsatz?

  4. JoBr sagt:

    Zu Hans Huber: siehe Kommentar von Sieg01. Respekt den eingesetzen Kräften.

  5. Emil sagt:

    ja, Respekt den Kameraden – aber niemand hat während des Einsatzes gemerkt, dass da etwas schiefläuft?
    man wird doch wohl mal Kritik üben dürfen, oder? vielleicht nehmen sich die Verantwortlichen diese ja zu Herzen, immerhin sind 100 Familien ohne Bleibe, und das nicht wegen des Feuers, sondern wegen des wassers, und mir ist durchaus bewusst, das man das eine mit dem anderen bekämpft.
    aber gehen wir von 1000 qm Dachfläche aus, dann ist der Keller wahrscheinlich auch so groß, da stand das Wasser einen Meter hoch, was bedeutet, dass da, man möge mich korrigieren, 1 Mio Liter Wasser im Keller gelandet sind, die, davon ist auszugehen, keinen allzu großen Nutzen hatten.
    und wenn man sieht, was an Hubrettungsfahrzeugen aufgeboten werden konnte, dann war doch da sicher auch andere Technik einsetzbar, und sei es Druckluftschaum o.ä.

  6. Matthias Gerhardy sagt:

    Man kann den Eindruck gewinnen, daß ihr als selbsternanntne Experten noch nie einen ausgedehnten Dachstuhlbrand erlebt habt!
    Eure Vorstellungen von Brandbekämpfung ohne Wasser gehören sonstwo hin, nur nicht in qualifizierte Kommentare.
    Oder hat einer von euch einmal die Dachfläche des betroffenen Brandobjektes nachgemessen?
    Oder die den Wasserschaden im Keller selbts begutachtet??
    Wenn nein, dann gilt erst Hirn einschalten, dann schreiben.

  7. Emil sagt:

    @Matthias
    aber du hast das?
    hier kann man sich auf einen Beitrag beziehen, da ist von 1000 qm Dachfläche und einem Meter Wasser im Keller die Rede, darüber wird diskutiert, also ist doch der Zusmamenhang gegeben, oder?
    stand das Wasser nur zehn Zentimeter hoch oder hatte das Dach nur 500 qm, ist das anders, als hier angegeben, aber nicht unbedingt besser, außerdem ist das wasser vom Hochhausdach bis in den keller gelaufen, steht zumindets hier im Beitrag, also scheint da etwas aus dem Ruder gelaufen zu sein

Kommentare

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