Mittwoch, 18. Januar 2017

Großbrand im Filmpark Babelsberg

31. August 2015 von  

Potsdam – Bei Dreharbeiten im Filmpark Babelsberg in Potsdam ist am Samstagabend ein Großbrand ausgebrochen. Eine Brandsicherheitswache konnte das Feuer zunächst scheinbar löschen, musste dann aber alle Personen in Sicherheit bringen und die Feuerwehr rufen. Offenbar hatten sich die Flammen aber in einer Zwischendecke ausgebreitet. Eine Studiohalle wurde in der Nacht beinahe vollständig zerstört. Für die Feuerwehr Potsdam war es der bislang größte Brand in diesem Jahr.

Im Studio 20 liefen Dreharbeiten für eine Filmproduktion mit offenem Feuer, als plötzlich die Nachbildung eines Bergwerkstollens Feuer fing. Die anwesende Brandsicherheitswache eines Privatunternehmens griff sofort ein und bekämpfte das Feuer am Set. Zunächst schien es so, als wenn die Maßnahmen erfolgreich waren. Doch dann bemerkten die Anwesenden eine Ausbreitung des Feuers in einer Zwischendecke. Der Sicherheitsdienst rief die Feuerwehr und räumte die Produktionshalle.

Bis spät in die Nacht war die Potsdamer Feuerwehr mit zwei Zügen der Berufsfeuerwehr und neun freiwilligen Wehren im Einsatz. Den rund 70 Einsatzkräften gelang es, das Feuer einzugrenzen sowie einen Vollbrand und somit die Ausbreitung auf Nachbargebäude zu verhindern. So wurden wertvolle und aus berühmten Filmen bekannte Dekoration gerettet werden. In der Halle lagerten viele Filmkulissen aus Holz und Polystyrol.

Die Löscharbeiten an der 120 Meter langen Halle „Neue Film 2“ waren nicht gerade einfach. Die zirka 100 Quadratmeter große vom Brand betroffene Dachfläche war nur schwer zu erreichen. Mit drei Drehleitern gingen die Feuerwehrleute gegen die durch die Dachhaut brennenden Flammen vor.

Für die Feuerwehr Potsdam war der Großbrand in dem international bekannten Filmpark der größte Brandeinsatz bisher in diesem Jahr.

Symbol-Brandbekämpfung-per-Drehleiter

Brandbekämpfung per Drehleiter. Symbolfoto: Thomas Weege

 

Kommentare

4 Kommentare zu “Großbrand im Filmpark Babelsberg”
  1. Stefan sagt:

    2 Züge BF + 9 Züge FF => 11 Löschzüge und dann nur rund 70 Einsatzkräfte?
    Das wären pro Zug eine stärke von rund 6 Mann irgendwas stimmt in der Rechnung nicht so ganz.

    Denkt mal drüber nach bevor Ihr etwas schreibt.

  2. bd112 sagt:

    @Stefan

    Vielleicht hast auch du mitbekommen, dass sich in der jüngsten Vergangenheit im Feuerwehrwesen etwas verändert hat. Die Zeiten, in denen der Löschzug mit 22 Mann wie in der FwDV 3 ausrückte, sind vorbei.

    Es gibt BFs, bei denen ein Sechs-Mann-Löschzug Standard ist (HLF 1:3, DLK 1:1).
    Freiwillige Feuerwehren haben zunehmend Probleme, ausreichend Personal bei Einsätzen bereitzustellen. Das ein Löschzug bzw. eine FF, mit zwei Personen ausrückt, ist leider keine Seltenheit.

    Um deinen Schluss aufzugreifen – denk mal darüber nach, bevor du etwas schreibst.

  3. Jan sagt:

    @Stefan Lesen sollte mann können, 2 Züge BF + 7 x FF könne 70 Mann ergeben! Eine FF mit TSF bringt 6 Mann und ist dennoch eine FF. Von Zügen werden im Beitrag nur die 2 der BF genant. Wo kommen deine anderen sieben her??

  4. Jan sagt:

    Korrektur: ich kann ebenfalls nicht lesen 9 x FF sollte es heißen, dennoch steht dort nix von FF Zügen.

Kommentare

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