Freitag, 9. Dezember 2016

Giftwolke aus Container: drei Verletzte

Bremen – Drei Arbeiter sind beim Entladen eines Containers im Neustädter Hafen in Bremen durch eine Giftwolke verletzt worden. Die drei Männer im Alter von 38 bis 56 Jahre hatten einen Überseecontainer geöffnet, als sie unvermittelt in einer Wolke aus giftigen Gasen standen. Die Männer klagten sofort über Übelkeit, Schwindel und einen „komischen Geschmack“ im Mund.

HLF Feuerwehr Bremen. Symbolfoto: PatzeltDie Bremer Feuerwehr versuchte durch spezielle Prüf- und Messverfahren den Stoff zu identifizieren, um die Gefährdung und die Ursache für die Verletzung der Arbeiter zu ergründen. Dazu gingen Trupps unter Atemschutz mit den Messgeräten an den Container vor. Die ersten Messungen auf standardmäßig verwendete Begasungsstoffe ergaben nichts Verwertbares.

Zwischenzeitlich hatte die Firma Kontakt zum Absender aufgenommen und meldete, dass die Produktionsgeräte in dem Container mit einem Stoff Namens „Methylbromid“ (Brommethan) zur Schädlingsbekämpfung begast wurden. Hinweise darauf waren zwar außen auf dem Container angebracht, aber durch die Wettereinflüsse auf dem Seeweg weitestgehend unkenntlich geworden.

Ähnliche Artikel zum Thema:

Die drei Arbeiter wurden mit Rettungswagen zur Versorgung und Beobachtung in eine Klinik eingeliefert. Trotz der lediglich kurzen Wirkung des Stoffes auf den menschlichen Körper kann es noch bis zu 48 Stunden nach der Exposition zu einem toxischen (giftigen) Lungenödem sowie zu Schädigungen der Nieren und des zentralen Nervensystem kommen. (Symbolfoto: Christian Patzelt)

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!