Dienstag, 6. Dezember 2016

Gefahrguteinsatz: Chemikalienbehälter droht zu platzen

12. Februar 2016 von  

Brinkum (NI) – Ein Behälter – gefüllt mit einer leicht entzündlichen Flüssigkeit – drohte am Donnerstagabend auf dem Hof einer Speditionsfirma in Brinkum zu platzen. Mitarbeiter der Firma bemerkten, dass er sich ausgedehnt hatte.

Sie sicherten den Behälter in einem verschließbaren Fass und brachten ihn zusammen mit drei weiteren Behältern desselben Stoffes aus derselben Lieferung in einen speziellen Container. Danach verständigten Sie die Feuerwehr.

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Kräfte der Feuerwehr nach dem Gefahrguteinsatz. Foto: Kreisfeuerwehr Landkreis Diepholz

Die Leitstelle alarmierte daraufhin die Ortsfeuerwehr Brinkum, den Einsatzleitwagen Fahrenhorst, den Fachberater Gefahrgut sowie die Gefahrgutstaffeln und Messgruppen der Kreisfeuerwehr. Bei der ersten Erkundung vor Ort konnte nicht ausgeschlossen werden, dass einer der fünf Liter fassenden Behälter in dem Container bereits geborsten war.

Die enthaltene Flüssigkeit, ein Silan, hätte mit der Umgebungsluft ein explosionsfähiges und ätzendes Gemisch bilden können. Bei Silanen handelt es sich um eine Stoffgruppe chemischer Verbindungen, die aus Silicium und Wasserstoff bestehen.

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Der Dekontaminations-Bereich an der Einsatzstelle. Foto: Kreisfeuerwehr Landkreis Diepholz

Die Einsatzleitung erhöhte daraufhin die Alarmstufe. Der gesamte Gefahrgutzug Nord der Kreisfeuerwehrbereitschaft wurde in den Einsatz eingebunden. Der Container, in den die Mitarbeiter die problematischen Fässer gebracht hatten, war fest verschlossen. Die Feuerwehr hatte somit Zeit, dass weitere Vorgehen zu planen.

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Einsatzkräfte dichteten unter Atemschutz in leichten Schutzanzügen die Kanalisation auf dem Gelände ab. Messgruppen konnten in der unmittelbaren Umgebung des Containers keine Explosionsgefährdung ermitteln. Einheiten in Chemikalienschutzanzügen öffneten den Container und überprüften den Zustand der Ladung.

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Kräfte der Feuerwehr im Gefahrgut-Einsatz. Foto: Kreisfeuerwehr Landkreis Diepholz

Die Einsatzkräfte brachten an der Oberseite der Behälter kleine Löcher an. So konnte der Druck entweichen. Sie wurden zur Sicherung in ein offenes Edelstahlfass umgeladen und anschließend von einer Spezialfirma entsorgt.

Run 150 Kräfte der Feuerwehr waren im Einsatz. Weitere Kräfte der Bereitschaft Brinkum des DRK waren zur Eigensicherung der Feuerwehrkräfte und zum Aufbau eines Aufenthaltsraumes ebenfalls im Einsatz.

Kommentare

1 Kommentar zu “Gefahrguteinsatz: Chemikalienbehälter droht zu platzen”
  1. Müller Andreas sagt:

    Hallo habe mir den Artikel von dem Gefahrguteinsatz durch gelessen hier kann was über den Stoff nicht Stimmen Silan wird nur in Stahlflaschen Transportiert bei Kontakt mit der Außenluft würde es sich sofort entzünden und brennen dabei würde ein rotes Verbrennungspulfer entstehen eigentlich.Das Wasserstoffperoxid sich in Plastebehältern manchmal ausdehnt ist bekannt da wird einfach nur langsam der Verschluss geöffnet natürlich unter Löschbereitschaft MFG Herr Müller Andreas

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