Samstag, 10. Dezember 2016

Feuerwehr muss eigenen Kameraden retten

27. Februar 2015 von  

Grasleben (NI) – Die Feuerwehr Grasleben (Landkreis Helmstedt) rückte zur Unterstützung eines Krankentransportes in ein Waldstück aus. Der Patient: ein Kamerad aus der eigenen Wehr. Ein Einsatz unter erschwerten Bedingungen.

Der Alarm für die Feuerwehr Grasleben kam am Mittwoch um 15.22 Uhr. Das Stichwort lautete: „Hilfeleistung: Unterstützung Rettungsdienst“. Die Feuerwehr sollte bei dem Transport eines Patienten helfen.

Kurz vor dem Erreichen des Einsatzortes mussten die Feuerwehrleute ihr Einsatzfahrzeug zurücklassen. Das Waldstück konnte nur zu Fuß über einen Acker erreicht werden. Ein ansässiger Landwirt half und fuhr den Notarzt kurzerhand mit seinem Unimog zum Einsatzort.

Feuerwehrleute bringen ihren Kameraden zum Rettungshubschrauber. Foto: FF Grasleben/Wermuth

Feuerwehrleute bringen ihren Kameraden zum Rettungshubschrauber. Foto: FF Grasleben/Wermuth

Bei der Ankunft an der Einsatzstelle wurde der Patient bereits rettungsdienstlich versorgt. Schockiert stellten die Graslebener Feuerwehrleute fest, dass es sich um einen Kameraden aus der eigenen Wehr handelte. Er war bei Forstarbeiten plötzlich zusammengebrochen. Allerdings hatte er den Notruf noch selbst absetzen können. Der unterkühlte Patient wurde zusätzlich mit den Feuerwehrüberjacken seiner Kameraden gewärmt und für den Transport stabilisiert.

Problematisch: das schwer zugängliche Gelände machte den Krankentransport mit dem Rettungswagen (RTW) unmöglich. Der Rettungshubschrauber „Christoph 30“ aus Wolfenbüttel musste den Patienten ins Helmstedter Krankenhaus fliegen. Die gute Nachricht: Der Feuerwehrmann konnte bereits wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

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Kommentare

2 Kommentare zu “Feuerwehr muss eigenen Kameraden retten”
  1. Dominik sagt:

    Das nenne ich mal Kameraden! Respekt!

  2. Franzi sagt:

    Zum Glück ist jetzt alles wieder gut (:
    Und viel Spaß weiterhin bei den Einsätzen (;

Kommentare

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