Samstag, 10. Dezember 2016

Feuerwehr München sichert Würgeschlange

19. März 2014 von  

München – Dienstagvormittag wurde die Feuerwehr München gegen 11.30 Uhr zu einem untypischen Einsatz gerufen. Die Berufsfeuerwehr musste eine Schlange sichern. Es handelte sich um eine 1,60 Meter lange australische Teppichpython, eine Würgeschlange.

Ein neuer Gastronomie-Inhaber hatte das Tier entdeckt, als er nach der Übernahme der Bar seine neuen Räumlichkeiten inspizierte. Die Python schlängelte sich durch ein verstecktes Terrarium. Der Bar-Besitzer erschrak und informierte die Polizei. Gegenüber den Beamten gab er zu, große Angst vor Schlangen zu haben. Die Polizisten forderten die Feuerwehr an. Zwei Kräfte rückten mit einem Kleinalarmfahrzeug an. Sie sicherten die Schlange und brachten das Tier in eine Reptilienauffangstation. Eine Teppichpython kann bis zu 2,20 Meter lang werden. Für diese Gattung besteht eine Meldepflicht.

Scheinbar ungefährlich thront die Schlange auf dem Arm eines Feuerwehrmannes. Foto: Feuerwehr München

Ähnliche Artikel zu dem Thema

Kommentare

2 Kommentare zu “Feuerwehr München sichert Würgeschlange”
  1. Dirk Schuster sagt:

    Was heißt da „scheinbar ungefährlich“?! Ich selber habe/hatte großen Respekt bzw. Angst vor Schlagen, bis meine Freundin (Halterin von 6 Würgeschlangen, darunter ebenso eine Teppichpython) mir deren Verhalten erklärt hat. Diese Münchner Schlange ist klein und IST für Menschen ungefährlich! Ihre Beute sind Mäuse bzw. kleine Ratten, vor größerem (z.B. unsere Katze) haben diese Tiere Angst und verstecken sich. Erst durch das Fernsehen verursachte verzerrte und unrealistische Bild der Schlangen machen sie zu einem angeblichen Monster für Menschen. Es bedarf also eher sachliche und unemotionale Aufklärung bzw. Sachkunde (Gift- oder Würgeschlange), wie ich sie erst bekommen hab! Der Respekt bleibt dennoch!

  2. Heiko sagt:

    Der Kommentar von Dirk Schuster hat mir wirklich gefallen. Leider ist es selten, dass solche Meldungen so sachlich und objektiv aufgenommen und bewertet werden wie in diesem Kommentar. Besonders unter dem Aspekt, dass der Autor selbst eine Schlangenangst hat (ich selbst habe vier Schlangen, ekele mich aber massiv vor Spinnen).
    Oft greifen die Medien solche Nachrichten auf um sie extrem aufzubauschen und sowohl Panik, als auch Schlangenhass aufzubauen (das ist hier allerdings nicht der Fall). Man muss diese Tiere nicht mögen, aber eben auch nicht mit allen Mitteln darauf einschlagen (wörtlich und bildlich). So wurden in ähnlichen Meldungen aus harmlosen Dreiecksnattern auch mal schnell „sehr giftige Schlangen“.
    Dennoch frage ich mich, was den Besitzer der Schlange dazu veranlasst hat, das Tier einfach zurückzulassen. Hier kann man nur mutmaßen. Ein Tier auszusetzen oder zu vernachlässigen ist immer verwerflich….egal ob Reptil oder Hund/Katze.
    Die Einstellung von Dirk Schuster beindruckt mich als Schlangenhalter durchaus. Der Respekt vor Schlangen bleibt, aber die Sicht auf die Tiere ist aufgeklärt und sachlich.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!