Explosion in Raffinerie: zwei Verletzte

Lingen (NI) – Am Dienstag hat sich aus bisher ungeklärter Ursache in einer Erdölraffinerie im Lingener Ortsteil Holthausen eine Explosion ereignet. Dabei wurde ein 20-jähriger Mitarbeiter schwer und ein weiterer leicht verletzt. Das Werk wurde geräumt.

Um 8.30 Uhr erklärte der kaufmännische Leiter der Raffinerie, Andreas Mohr, dass es gegen 7.15 Uhr in der Rohöldestillation I zu einem Feuer gekommen sei. “Die Werkfeuerwehr war sofort im Einsatz und hat den Brand nach etwa 20 Minuten gelöscht. Wir haben einen schwer Verletzten zu beklagen, der umgehend ins Krankenhaus gebracht wurde. Dazu gab es noch einen leicht Verletzen. Die Werkfeuerwehr kühlt derzeit die Anlage.“

Zur Ursache und Schadenshöhe machte Mohr keine Angaben. Die Anlagen seien nicht abgeschaltet worden. Mehrere hundert Arbeiter von Fremdfirmen mussten sofort das Werk verlassen. Ein Augenzeuge berichtete von einer Explosion und einer rund 40 Meter hohe Stichflamme. Die freiwilligen Feuerwehren aus Altenlingen, Holthausen und Lingen standen mit sechs Tanklöschfahrzeugen und Löschgruppenfahrzeugen vor den Werktoren in Bereitschaft. Der schwer verletzte 20-Jährige wurde gegen 9.15 Uhr in einem Rettungshubschrauber in das Berufsgenossenschaftliche Universitätsklinikum „Bergmannsheil“ nach Bochum geflogen.

Der Vorfall war nach dem Tankschiffbrand am 28. März der zweite Großbrand in der Raffinerie im Jahr 2011. Das Tankschiff war beim Beladen mit Superbenzin im Raffinerie-Hafen in Brand geraten. Dabei hatte es mehrere Explosionen gegeben. (Text und Foto: Lindwehr)

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