Freitag, 27. Mai 2016

Dortmund: 150 Kräfte bei Großbrand in Metallhüttenwerk

Dortmund (NW) – Im nördlichen Dortmunder Stadtteil Lindenhorst brach am Montagnachmittag ein Großfeuer in einer ehemaligen Metallhütte aus. Rund 150 Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und freiwilliger Feuerwehr bekämpften die Flammen und sicherten den Brandschutz für das Stadtgebiet ab.

Gegen 16.30 Uhr ging die Meldung zu dem Brand in der Integrierten Leitstelle bei der Feuerwehr Dortmund ein. Die Disponenten alarmierten ein Großaufgebot an Einsatzkräften zu dem Brandobjekt – einer Lagerhalle in einem ehemaligen Metallhüttenwerk. Schon auf der Anfahrt war die riesige Rauchwolke sichtbar. Die Fahrzeugführer forderten direkt weitere Unterstützung an. Als die ersten Kräfte eintrafen, schlugen Flammen aus der zirka 20 Meter hohen Halle.

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Über Teleskopmastfahrzeuge und Drehleitern bekämpfte die Feuerwehr Dortmund den Großbrand in der ehemaligen Metallhütte. Foto: IDA News Media / René Werner

Es kam zu einer Durchzündung der Rauchgase. Die Flammen breiteten sich auf das gesamte Gebäude aus. Eine Brandbekämpfung im Innenangriff war nicht mehr möglich. So baute die Feuerwehr Dortmund einen massiven Löschangriff über Teleskopmastfahrzeuge und Drehleitern auf. Durch die erhebliche Hitzeeinwirkung auf die Stahlkonstruktion befürchtete die Feuerwehr einen möglichen Einsturz der Halle. So wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen.

Im weiteren Verlauf der Löschmaßnahmen schaffte ein Trupp von der Arbeitsbühne des Teleskopmasts aus eine Öffnung in die Außenwand der Halle. So konnten Glutnester gezielt gelöscht werden.

Erkundung der Einsatzstelle mit einer Drohne

Aufgrund der extremen Rauchwolke, die über den Dortmunder Nordwesten zog, wurden Anwohner gewarnt, Türen und Fenster geschlossen zu halten. Die Feuerwehr führte Schadstoffmessungen in den betroffenen Stadtteilen durch – ohne bedenkliche Werte festzustellen.

Mit einer Drohne des Instituts für Feuerwehr- und Rettungstechnologie (IfR) Dortmund konnte die Einsatzleitung Infrarotaufnahmen vom Brandobjekt aus der Luft machen. Unterstützt wurde die Einsatzleitung zeitweise von Kräften der Feuerwehr Bochum. Die freiwilligen Löschzüge waren in die Brandbekämpfung einbezogen und besetzten die verwaisten Feuer- und Rettungswachen der BF, um den Brandschutz im Stadtgebiet zu sichern.

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Gegen 2 Uhr rückte die Feuerwehr vom Einsatzort ab, um 8 Uhr erfolgte eine Revision der Einsatzstelle. Noch während des Feuerwehreinsatz nahme die Polizei die Ermittlungen zur Brandursache auf. Ein offizielles Ergebnis steht noch aus.

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