Dienstag, 21. Oktober 2014

Busunfall bei Jork: Fahrer wird eingeklemmt

9. Dezember 2010 von  

Jork (NI) – Schwerer Verkehrsunfall am Donnerstag zwischen Jork und Buxtehude (Kreis Stade). Bei Estebrügge geriet ein Linienbus in den Gegenverkehr und prallte frontal mit einem Sattelzug zusammen. Der eingeklemmte Busfahrer musste von der Feuerwehr befreit werden. Immerhin: Der Mann hatte keine Fahrgäste an Bord.

Der Unfall ereignete sich nach Polizeiangaben kurz vor 8 Uhr auf einer schneeglatten Kreisstraße. Der Sattelzugfahrer habe keine Chance mehr gehabt, dem rutschenden Bus auszuweichen, berichteten die Beamten.

Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Bus rund 20 Meter zurück in den Seitenraum geschleudert. Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Jork, Estebrügge, Hove, Königreich sowie vom 1. Zug der Feuerwehr Buxtehude mussten den eingeklemmten Fahrer mit schwerem Rettungsgerät  befreien. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und musste nach der Erstversorgung durch den Buxtehuder Notarzt und der Besatzung zweier Rettungswagen vom Rettungshubschrauber “Christoph 29″ in eine Hamburger Spezialklinik geflogen werden.

Der Fahrer des Sattelzuges blieb bis auf einen Schock unverletzt. Zufällig vorbeikommende Ersthelfer hatten sich sofort in vorbildlicher Weise um den eingeklemmten Fahrer gekümmert und die Rettungskräfte alarmiert. Beide Fahrzeuge wurden schwer beschädigt, der Gesamtschaden dürfte sich auf mindestens 60.000 Euro belaufen.

Busunglück: Der Fahrer dieses Linienbusses ist nach einem Unfall hinter seinem Steuer eingeklemmt. Foto: Polizei

Busunglück: Der Fahrer dieses Linienbusses ist nach einem Unfall hinter seinem Steuer eingeklemmt. Foto: Polizei

Kommentare

2 Kommentare zu “Busunfall bei Jork: Fahrer wird eingeklemmt”
  1. Man fragt sich angesichts der winterlichen Straßenverhältnisse, warum unsere Politik all denen, die wichtige Aufgaben zu erfüllen haben, weiterhin Spike-Reifen verweigert? Feuerwehr, Rettungs-, Streu- und Bergedienste, Polizei und der Busverkehr sollten wie in Skandinavien, Österreich, Schweiz mit Spikereifen fahren dürfen, um ihre Aufgaben ungefährdet und ohne Gefährdung Dritter wahrnehmen zu können.
    Die Belastung des Straßenoberbaus ist angeichts der vergleichsweise geringen Fahrleistungen durch diesen eingegrenzten Kreis verschwindend gering, Spikereifen sind für alle, die im Notfall sicher ankommen müssen, ein wahrer Segen. Man sollte wieder einmal einen gemeinsamen Vorstoß “Spikereifen für unsere Helfer” wagen.
    Dem schwer verletzten Buskollegen halte ich mit den besten Wünschen von Herzen ganz fest die Daumen – möge der Himmel seine Hände schützend über sein Leben halten. Joh. Hübner

  2. Jürgen Fuchs sagt:

    Es ist nicht nachzuvollziehen, dass es für Busse eine Ausnahmegenehmigung gibt, wonach sie nur auf der Antriebsachse Winterreifen benötigen. Da habben sich bei den Gesetzgebern wohl mal wieder die Lobbiisten durchgesetzt.

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