Sonntag, 20. August 2017

Bremen: über 500 Einsätze nach Starkregen

5. August 2011 von  

Bremen – Am Donnerstagmorgen flutete Starkregen die Hansestadt Bremen: Bis zu 45 Liter Wasser pro Quadratmeter in der Stunde konnten die Kanäle nicht verkraften. Die Feuerwehr rückte zu über 500 Einsätzen aus. Auch das Technische Hilfswerk leistete Unterstützung.

Kein Durchkommen mehr. Foto: NonstopnewsAls einige freiwillige Feuerwehren gegen 7.25 Uhr alarmiert wurden, ahnte vermutlich keiner der Aktiven, dass sie etwa zehn Stunden im Einsatz sein würden. Zunächst rückten Kräfte der so genannten „tagesalarmsicheren Wehren“ und ein Großaufgebot der Berufsfeuerwehr aus. Es galt Keller auszupumpen und Unterführungen zu räumen. Besonders stark betroffen waren der Innenstadtbereich sowie die Stadtteile Findorff, Walle, Schwachausen, Östliche Vorstadt und Neustadt.

Die FF Lehesterdeich musste ihre erste Einsatzfahrt zu einem vollgelaufenen Keller unterbrechen. In einer Unterführung in der Parkallee waren drei Fahrzeuge von Wasser eingeschlossen. Die jeweiligen Fahrer konnten die Pkw mit Unterstützung der Einsatzkräfte verlassen.

Auch andere Einsatzfahrten der Wehren stellten sich schwierig dar. In fast jeder Unterführung stand das Wasser meterhoch. Die Lehesterdeicher wählten dann einen anderen Weg in die Innenstadt. Sie pumpten am Vormittag unter anderem Wasser aus dem Keller des Amtssitzes der Senatorin für Finanzen. Hier war Wasser in die Fahrstuhlschächte und den Paternoster gelaufen.

Keine Pause für Einsatzkräfte

Die Telefone in der Feuerwehr- und Rettungsleitstelle standen nicht mehr still. Ohne Pause disponierten die Beamten Einsätze und gewährten auch den Kräften maximal 30 Sekunden zum Verschnaufen zwischen dem Status „Einsatzbereit“ und „Einsatzauftrag übernommen“. Während bei Aufträgen zum Kellerpumpen in der Vergangenheit zumeist zehn Zentimeter hohe Wasserstände gemessen worden waren, hatten die Einsatzkräfte es am Donnerstag häufig mit Wasserständen von 20 bis 30 Zentimeter zu tun.

Auch die Hauptfeuerwache Am Wandrahm war betroffen. Hier mussten ebenfalls Kellerräume mit Tauchpumpen und Wassersaugern ausgepumpt werden.

Als „punktuelles Phänomen“ bezeichnete ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes die starken Regengüsse zentral über der Hansestadt. „So etwas habe ich noch nie erlebt“, betonte Feuerwehr-Sprecher Michael Richartz. „Es handelte sich nach unseren ersten Erkenntnissen um die höchste Zahl von Einsätzen im gleichen Zeitraum, die wir je hatten.“ Erst am späten Abend, gegen 23 Uhr, entspannte sich die Lage. (Foto: Nonstopnews)

Kommentare

2 Kommentare zu “Bremen: über 500 Einsätze nach Starkregen”
  1. Andreas Naujocks sagt:

    Hallo,

    ich habe gerade den Artikel gelesen und muss eine Kleinigkeit richtigstellen!

    Ich war der Gruppenführer auf dem Fahrzeug der FF Lehesterdeich, das den Einsatz an der Parkallee abgearbeitet hat.
    Als wir die Eisenbahnunterführung passieren wollten um zu einem anderen Einsatzort zu gelangen, waren 3 Autos vom Wasser eingeschlossen. Die jeweiligen Fahrer befanden sich noch in den Fahrzeugen und haben diese auf ausdrückliche Aufforderung selbstständig unter Begleitung der Einsatzkräfte verlassen. Ein PKW konnte von meiner Gruppe anschließend geborgen werden. Die anderen beiden PKW´s waren bereits nach kurzer Zeit voll Wasser gelaufen und bis zur Dachkante versunken.
    Ein Abpumpen des Tunnels mußte aufgrund des nachlaufenden Wassers nach ca. 1h abgebrochen werden und wurde in den Nachmittagsstunden vom THW mit leistungsstarken Pumpen durchgeführt.

    Ich hoffe, dass ihnen dieser Kommentar hilft, den Artikel richtig darzustellen.

    Gruß
    ANDREAS Naujocks

  2. Christian Patzelt sagt:

    Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben die Passage entsprechend korrigiert.

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