Freitag, 9. Dezember 2016

Brandstifter macht sich vor Angst in die Hose

23. September 2014 von  

Geesthacht (SH) – Was für ein Treffer: Zwei  20 und 22 Jahre alte Männer, die die Polizei in der Nacht zum Montag in Geesthacht (Kreis Herzogtum Lauenburg) festgenommen hat, haben mittlerweile eine ganze Reihe von Brandstiftungen gestanden. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Auf die beiden Männer wartet neben dem Strafverfahren jetzt auch eine enorme Schadensersatzforderung der von den Brandstiftungen Betroffenen. Außerdem summieren sich die Einsatzkosten der Feuerwehren auf mehrere Zehntausend Euro. Allein die Gebühren für Feuerwehreinsätze der Stadt Geesthacht für mehrere Strohballen-Brände am Montag belaufen sich auf rund 20.000 Euro.

Es war der Tipp eines Rettungshundeführers, der die Polizei noch während der Löscharbeiten bei drei zeitgleich brennenden Strohmieten in Geesthacht-Grünhof auf die Spur der Männer brachte. Der Rettungshundeführer war mit seinen Kollegen in der Nacht zum Montag in Geesthacht im Einsatz, um einen Vermissten zu suchen. Er bekam dabei die Brände in Schwarzenbek mit, wo drei Altpapier-Container und eine Gartenlaube samt Anbauten gegen Mitternacht in Flammen aufgingen. „Ich war dann auf der B 5 bei Grünhof zum Einsatzort unterwegs, als mir mitten in der Nacht ein Auto mit zwei dunkel gekleideten Männern am Straßenrand aufgefallen ist“, berichtet der Hundeführer. Als er dann von dem Brand der Strohlager in Grünhof hörte, teilte er seine Beobachtungen der Polizei, die ebenfalls an der Suche beteiligt war, mit.

Bei der Festnahme in die Hose gemacht

Kurz darauf kam einem Polizisten zwischen den Brandstellen der von dem Rettungshundeführer beschriebene Kleinwagen mit der auffällig bemalten Motorhaube entgegen. Das Polizeifahrzeug wendete, die Besatzung nahm die Verfolgung auf und forderte Verstärkung an.  Die Beamten entdeckten den Wagen in Grünhof. Ein Mann saß – ob des Polizeiaufgebots geschockt – regungslos auf dem Beifahrersitz, sein Kumpel versuchte, sich hinter dem Kleinwagen zu verstecken. Sofort klickten die Handschellen, einer der Männer machte sich dabei vor Angst in die Hose.

„Da hat einfach alles gepasst, der Hinweis des Zeugen, die Beobachtung des Kollegen und der Ablauf der weiteren Ermittlungen“, berichtet ein Polizist. Die Kripo konnte den Männern ein schnelles Geständnis entlocken. Sie räumten ein, für drei brennenden Strohlager in Grünhof ebenso wie für die Brände kurz zuvor in Schwarzenbek verantwortlich zu sein. Insgesamt hat das Duo laut Polizei 14 Brandstiftungen gestanden.

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Ob das alles ist, ist unklar. Die Serie begann demnach am 27. August. In der Nacht brannten in Escheburg ein Wohnmobil und mehrere Container und bei Dassendorf eine Holzhütte. Auch in Reinbek und Großhansdorf sowie Zarrentin sollen die Männer Wohnmobile angezündet haben. Die Ermittlungen der Polizei, ob die beiden Männer neben den gestandenen noch für weitere Taten verantwortlich sind, gehen weiter. Dazu werden mehrere sichergestellte Gegenstände, wie die Mobiltelefone der Männer, ausgewertet. Im Skoda der Brandstifter entdeckten Polizisten am Montag einen Benzinkanister und weitere Utensilien.

Die letzte Tat der beiden Brandstifter: Die Reihe von Strohballen-Bränden in der Nacht zum Montag in Grünhof. Foto: Timo Jann

Die letzte Tat der beiden Brandstifter: Die Reihe von Strohballen-Bränden in der Nacht zum Montag in Grünhof. Foto: Timo Jann

Kommentare

2 Kommentare zu “Brandstifter macht sich vor Angst in die Hose”
  1. AK sagt:

    So sollte es allen diesen A….ergehen, dann kann man die auch gut erwischen. Für Brandstifter wünsche mit Sicherheit nicht nur ich die Höchststrafe.

  2. Stefan M. Faust sagt:

    Die beiden Brandstifter dürfen bei so einer hohen Schadenersatzforderung bestimmt für den Rest ihres Lebens bezahlen, und das ist auch gut so.

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