Brandstifter gerät selber in Brand

Neukirchen-Vluyn (NW) – Ein Mann hat am frühen Freitagmorgen in Neukirchen-Vluyn (Kreis Wesel) seinen Pkw vorsätzlich in Brand gesetzt. Die Aktion ging ihm aber nicht schnell genug, da wollte er nochmal nachhelfen und öffnete eine Fahrzeugtür. Dabei zündete das Feuer durch und erfasste den Brandstifter. Dieser trug schwere Brandverletzungen davon.

So hatte der 41-Jährige aus Krefeld sich das wohl nicht vorgestellt. Sein Kia sollte weg und zwar schnell. An einer abgelegenen Stelle zündete er den Kleinwagen an. Aber irgendwie wollten die Flammen nicht so, wie die der Mann es wollte. Das Feuer brannte nicht. Um es anzufachen, öffnete er den Wagen noch einmal. Dieser Plan ging dann auch auf, jedoch mit einer fatalen Wirkung. Der Krefelder wurde von einer Stichflamme erfasst und schwer verletzt. Er entfernte sich von dem nun endlich brennenden Wagen mit nicht unerheblichen Brandverletzungen.

Es dauerte nicht lange, da wurde der Pkw-Brand entdeckt und der Feuerwehr gemeldet. Diese rückte darauf aus und löschte den Brand ab. Der Kia war bis dahin vollständig ausgebrannt. Wenig später wurde der Rettungsdienst zu einer Tankstelle an der Bundesstraße 9 in Kerken gerufen. Diese liegt mehrere Kilometer vom Brandort entfernt. Dort hatte ein Mann mit Brandwunden um Hilfe gebeten. Wie die Polizei später ermittelte, handelte sich bei dem Mann um den 41-Jährigen. Er musste wegen der Schwere der Verbrennungen nach Bochum in eine Spezialklinik eingeliefert werden. Unklar ist, wie der Brandstifter die weite Entfernung vom Tatort zu der Tankstelle in so kurzer Zeit zurücklegte. (Foto: Jungmann)

31 Kommentare zu “Brandstifter gerät selber in Brand”
  1. Nochmals, wo ist das ein Brandstifter?
    Jeder darf mit seinem Eigentum machen was er will.
    Solange er dabei nicht andere Personen oder Sachwerte gefährdet, oder er einen Versicherungsbetrug begehen will.
    Die Punkte 1 und 2 sind nicht erfüllt, und Punkt 3 weiß man nicht.
    Das Fw-Magazin begibt sich mit so einem Titel auf ganz dünnes Eis, genauso wie alle die hier sowas in ihren Posts behaupten.

  2. @Stephan Schrader via Facebook

    Brandstiftung ist das vorsätzliche oder fahrlässige Inbrandsetzen oder das durch Brandlegung ganz oder teilweise Zerstören einer Sache.

    Hier wurde ein Auto (Sache) vorsätzlich inbrandgesetzt und zerstört. Also ist das TBM der Brandstiftung erfüllt, ergo der Mann ein Brandstifter.

    Die Umwelt ist in Deutschland auch ein durch Gesetz geschütztes Gut, diese wurde hier auch gefährdet oder geschädigt.

    also keiner auf dünnem Eis…..

  3. von hier aus gute Besserung!
    Wir wollen alle Menschen helfen und jetzt wird sich gefreut wenn einer für immer gezeicht sein wird und wahrscheinlich starke schmerzen hat! Schade

  4. @Stephan Schrader:

    Es ist zumindest Umweltgefährdende Abfallentsorgung.

    Und fragst Du bei jedem PKW- Brand vorher, ob er (oder sie) hier sein Eigentum zerstört,
    aus welchem Grund auch immer ??

    Wenn dem so wäre, kann das ja auch jeder mit seinem Haus tun. Ist ja sein Eigentum … ?? !!

    Stepan, da passt was nicht in Deiner Argumentation.

  5. Naja, dass man sein Eigentum einfach abfackeln darf zweifel ich stark an. Das beginnt schon beim Verbrennen von Gartenunrat. All ein auf Grund der Umweltbelastung beim Abbrennen eines Fahrzeugs, dürfte das hier nicht anders sein. Wenn das Ganze auch noch in der Öffentlichkeit geschehen ist (geht aus Artikel nicht klar hervor), können grundsätzlich auch keine Personen oder Sachschäden per se ausgeschlossen werden…

  6. …neuer Kandidat für darwinistische Ausnahmefehler; hat nur nicht ganz geklappt für die Darwin Awards; jeden Morgen steht eben ein Idiot auf…

  7. Peter Lamaack

    Danke für den Kommentar von ‘Martin’ vom 30.12.2012!

    Man könnte meinen, daß hier wäre ein Stammtisch von BLÖD-Zeitungslesern.
    Retten-Löschen-Bergen-SCHÜTZEN…schon vergessen?

    Die Behandlungskosten für den Patienten (bei dem noch nicht feststeht, ob er ein Brandstifter ist!) übernimmt die SOLIDARgemeinschaft der Versicherten bzw. – sofern er Sozialhilfebezieher sein sollte – der Steuerzahler.
    Die tritt übrigens auch dann ein, wenn mutwillige Einsatzkräfte mit dem Motto “Melder piepst – Hirn AUS” auf dem Weg ins Gerätehaus die StVO miußachten und gabei einen Unfall bauen.

  8. Hallo,

    ich schreibe hier, wie einige Andere auch, nur noch selten seit hier alle Facebook-Kommentare (weitgehend ungefiltert) übernommen werden.

    Ich habe für den Mann auch kein Verständnis – dass aber User, die überwiegend aus dem Feuerwehrumfeld kommen, sich in dieser Weise schadenfroh und teils beleidigend zeigen, was dann bedauerlicherweise auch noch veröffentlicht wird, empfinde ich als respektlos!

    Zur Brandstiftung:

    Sowohl die Brandstiftung (§ 306 StGB), als auch die – hier nicht in Betracht kommende – Fahrlässige Brandstiftung (§ 306d StGB) können nur an FREMDEN Sachen begangen werden. Das reine in Brand setzen einer Sache erfüllt darüberhinaus auch keinen Straftatbestand eines Betrugsdeliktes.

  9. Mal an alle die hier anonym schreiben, schonmal ins Strafgesetzbuch geschaut?
    Und ja, ich kann auch mein eigenes Haus anstecken, solange ich dabei nicht andere Personen und Sachwerte gefährde oder einen Versicherungsbetrug begehen will.

  10. Senfdazu

    Guckt mal in das Strafgesetzbuch, 306a StGB.

  11. SSCHMNN

    Vielen Dank für die Belehrung über die RECHTLICHE Definition der Brandstiftung aus dem StGB. Eine allgmeine Definition von Brandstiftung findet sich z.B. bei Wikipedia: “Unter Brandstiftung versteht man das vorsätzliche oder fahrlässige und unerlaubte Inbrandsetzen eines nicht dazu bestimmten Sachgutes.” Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Brandstiftung

    Das Abbrennen von Unrat oder sogar dem eigenen Auto ist vielleicht nicht nach dem StGB verboten, aber mit Sicherheit zumindest eine Ordnungswidrigkeit und damit NICHT erlaubt. Ein Auto ist in der Regel auch nicht ein “dazu bestimmtes Sachgut”, damit erfüllt das beschriebene Geschehniss, die oben aufgeführte Definition. Damit handelt es sich für mich nach allgemeinem Verständnis um eine Brandstiftung, und bei dem ausführenden um einen Brandstifter. Leider denken in unserer Gesellschaft zu viele Menschen nur noch in Paragraphen, anyway.

    Zu den harten Kommentaren oben: Natürlich sollte man beleidigende Kommentare sein lassen – keine Frage. Aber bei dem Fachpublikum hier dürften genug dabei sein (mich eingeschlossen), die schon genug Zeit dafür geopfert haben, das Eigentum Anderer zu löschen, die meinten dies Abfackeln zu müssen. Das eine gewisse Schadenfreude auftritt, wenn ein solcher Brandstifter im Allgemeinen, wenn auch nach deutschem Recht nicht strafrechtlichen Sinne, sich dabei selbst Schaden zufügt, kann ich daher in Teilen nachvollziehen. Wobei ich persönlich auch einem solchen Menschen keine “nicht unerheblichen Brandverletzungen” gönne – mir reicht es eigentlich wenn die “Brandstifter” ermittelt werden können und eine saftige Geldstrafe bekommen, die Kosten des Einsatzes und der Entsorgung zahlen müssen.

    Zum Nutzen von Pseudonymen im Netz. Ich nutze meines recht häufig. Warum: Weil ich nicht will, dass meine Äußerungen unkontrolliert im Netz meiner Person zugeordnet werden können und damit nur durchs Internet ein Profil meiner Interessen und Meinungen erstellt werden kann. Das bedeutet für mich ABER nicht, dass ich nicht genauso respektvoll und sachlich versuche zu argumentieren, als wenn ich mit jemadnen persönlich – Face to Face – über dieses Thema diskutieren werde.

    Cheers

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