Samstag, 10. Dezember 2016

Brandanschlag auf Asylbewerberheim

10. Februar 2015 von  

Escheburg (SH) – Unbekannte verübten am Montagnachmittag einen Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim in Escheburg (Herzogtum Lauenburg). Sie warfen einen Brandsatz durch ein Fenster im Erdgeschoss in ein Holzhaus, in das am Dienstag Asylbewerber einziehen sollten. Die Feuerwehr konnte einen Großbrand verhindern. Jetzt ermittelt die Polizei.

Nach ersten Erkenntnissen wurde gegen 13.15 Uhr ein mit brennenden Lappen präparierter Kanister mit Verdünnung zum Pinselreinigen durch eine Fensterscheibe geworfen. Der Holzfußboden, Wandvertäfelungen und die Möbel des Essplatzes gerieten daraufhin in Brand. „Wir waren zum Glück schnell am Einsatzort und konnten Schlimmeres verhindern“, sagte Escheburgs Wehrführer Ingo Arndt. Mit einem Strahlrohr hatten seine Leute den Brand nach wenigen Minuten gelöscht. Neben den Feuerwehrleuten aus Escheburg waren auch die Kameraden aus Kröppelshagen mit im Einsatz – mit drei HLF 20, einem TLF 16/25 und zwei MZF. Arndt: „Das hätte hier auch ganz anders ausgehen können.“

„Wir haben hier im Dorf zwar schon längere Zeit Diskussionen über die Unterbringung von Flüchtlingen, aber das das Thema so eskaliert, hätte ich nicht für möglich gehalten“, erklärte Bürgermeister Rainer Bork. Das Amt hatte das aus zwei Hälften bestehende Holzhaus in dem Neubaugebiet unweit der Schule und des Golfplatzes gerade erst für mehr als 300.000 Euro gekauft, um dort die dezentrale Unterbringung von Asylsuchenden im Amtsgebiet fortzuführen. Erst kurz vorher wurden in dem Haus Rauchwarnmelder installiert worden. „Ich bin betroffen über diese Tat“, sagte Amtsvorsteherin Martina Falkenberg.

Brandschlag auf Asylbewerberheim in Escheburg

Feuer in einem Asylbewerberheim. Angriffstrupp geht zur Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Foto: Timo Jann

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!