Dienstag, 17. Januar 2017

Beim Löscheinsatz wüst beschimpft

5. April 2016 von  

Nienburg/Weser (NI) – Am Sonntagabend wählten besorgte Anwohner der Ziegelkampstraße in Nienburg an der Weser die 112. An der Notunterkunft „Zickzackhausen“ stieg eine Rauchsäule in den Himmel auf. Die Feuerwehr Nienburg rückte mit vier Fahrzeugen aus.

Vor Ort brannte ein großer Holzstapel. Darum herum standen die Bewohner der Notunterkunft (fast ausschließlich Deutsche) und grillten sich über den Flammen Würstchen. Da sich das Feuer direkt neben einem Gebäude befand, löschten es die Einsatzkräfte umgehend. Dabei wurden die Feuerwehrleute wüst beschimpft, beleidigt und sogar bedroht.

Nienburger Feuerwehrleute löschen einen Holzstapel, der direkt neben einem Gebäude angezündet worden war. Foto: Feuerwehr Nienburg/Henkel

Nienburger Feuerwehrleute löschen einen Holzstapel, der direkt neben einem Gebäude angezündet worden war. Foto: Feuerwehr Nienburg/Henkel

Die Anwohner kündigten an, nach dem Abrücken der Feuerwehr sofort ein neues Feuer zu machen. Ausreichende Holzvorräte hatten sie bereits im Vorfeld gesammelt. Also bewässerten die Nienburger Feuerwehrleute vorsorglich auch den Reserve-Brenstoff. „Dieses Vorgehen ließ die Qualität der Beleidigungen noch einmal ansteigen“, berichtet Nienburgs Pressesprecher Marc Henkel. „So etwas hatten wir wirklich lange nicht mehr erlebt.“

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Kommentare

3 Kommentare zu “Beim Löscheinsatz wüst beschimpft”
  1. stefan_67 sagt:

    @Feuerwehr-Magazin, der Artikel enthält wahrscheinlich einen Fehler.

    Im Text steht: „Darum herum standen die Bewohner der Notunterkunft (fast ausschließlich Deutsche)…“

    Seid ihr sicher, dass es sich um eine „Notunterkunft“ gehandelt hat? Es wäre für mich neu, dass Deutsche in „Notunterkünften“ wohnen. Kann es sich dabei vielleicht um eine Obdachlosenunterkunft oder Sozialwohnungen handeln?

  2. bd112 sagt:

    Ein kurzer Schlenker mit dem Strahlrohr und die erhitzten Gemüter sind abgekühlt…

  3. marc sagt:

    Vielleicht noch eine weitere Information: die Gruppe der ‚fast ausschließlich deutschen‘ Bewohner war 4 Personen stark.

    Bei dem Begriff „Notunterkunft“ stellen sich die meisten wohl eher Gruppen von 20, 40 oder mehr Personen vor….

Kommentare

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