Samstag, 22. Juli 2017

Aufwendige Suche ohne Erfolg: Kind stirbt bei Vollbrand

Alt Bennebek (SH) – Einen schweren Einsatz erlebten die Rettungskräfte aus dem Kreis Schleswig-Flensburg am Samstagabend bei einem Wohnhausbrand. Mehr als 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Hundestaffeln waren in der Gemeinde Alt Bennebek auf der Suche nach einem fünfjährigen Jungen. Wie sich am Sonntag herausstellte, starb der Junge in dem Brandobjekt.

Gegen 17.40 Uhr erfolgte der Notruf. Drei Bewohner retteten sich selbstständig aus dem brennenden Gebäude. Schon auf der Einsatzfahrt teilte die Leitstelle den Einsatzkräften mit, dass der fünfjährige Junge als vermisst galt. Es war unklar, ob er unter Schock das Haus verlassen hat, oder ob er sich noch im Gebäude befand.

Einsatz von Rettungshunden zur Suche im Umkreis des Brandobjektes. Foto: noltemedia

Einsatz von Rettungshunden zur Suche im Umkreis des Brandobjektes. Foto: noltemedia

Die rechte Seite des Einfamilienhauses stand bei Eintreffen der Einsatzkräfte bereits in Vollbrand. Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung in die begehbaren Teile des Hauses vor. Nach kurzer Zeit mussten sowohl die Personensuche als auch der Innenangriff abgebrochen werden. Das Feuer breitete sich schnell aus, so dass mittlerweile das gesamte Gebäude in Vollbrand stand. Die Sicherheit der eingesetzten Kräfte war nicht mehr gewährleistet.

„Da wir keine hundertprozentige Sicherheit hatten, wo sich das Kind befand, haben wir über die Leitstelle Nord Rettungshundestaffeln alarmieren lassen, die den Nahbereich und große Teile des Ortes und später auch ein Waldstück abgesucht haben“, berichtete Thomas Neubert, Sprecher der Feuerwehr Kropp-Stapelholm. Gegen 23.00 Uhr wurde die Suche erfolglos abgebrochen.

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Sowohl die Bauart, als auch das mit Eternit gedeckte Dach erschwerten die Brandbekämpfung. Die Nachlöscharbeiten dauerten die ganze Nacht. Die Flammen zerstörten den Dachstuhl und einen Großteil des Gebäudes.

Speziell ausgebildete Seelsorger waren noch während des Einsatzes zur Betreuung der Hilfskräfte und der Angehörigen an die Einsatzstelle alarmiert worden. Wie die Polizei am Sonntag bekannt gab, bargen Einsatzkräfte der Feuerwehr den verunglückten Jungen am Sonntagvormittag.

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