Aufwändige Bergung nach Arbeitsunfall

Kraichtal (NW) – Arbeitsunfall in Kraichtal (Kreis Karlsruhe): Bei der Entladung eines mit etwa 30 Tonnen Kompost und Grasschnitt beladenen Lkw erlitten am Montag gegen 16 Uhr zwei Menschen leichte Verletzungen. Auf dem Gelände einer gewerblichen Kompostanlage geriet der 56-jährige Fahrer mit einem Lkw in Schieflage, dann kippte das Fahrzeug auf die Seite.

Der verunglückte Lkw. Foto: Kull/FeuerwehrMitarbeiter der Betriebes, die durch die Unfallgeräusche aufgeschreckt wurden, fanden den bewusstlosen Fahrer in seiner Kabine vor und leisteten Erste Hilfe. Bei den Rettungsmaßnahmen  verletzte sich ein Ersthelfer. Der Fahrer wurde von weiteren Helfern befreit und durch die Notfallhilfe des DRK aus Neuenbürg erstversorgt, bis der Rettungswagen aus Menzingen und ein Notarzt mit dem Rettungshubschrauber „Christoph 43“ eintrafen. Aufgrund der Meldung “Unfall mit eingeklemmter Person” alarmierte die Leitstelle auch die Wehren aus Neuenbürg, Unteröwisheim und Menzingen sowie der Einsatzleitwagen der Feuerwehr Kraichtal. Die Feuerwehrleute konnten sich zunächst darauf konzentrieren, ausgelaufenes Hydrauliköl, Diesel und Motoröl aufzufangen. Parallel hierzu wurde der Brandschutz an dem Unfallfahrzeug sichergestellt sowie die Batterie abgeklemmt.

Ein hinzu gerufener 40-Tonnen-Schwerlastkran versuchte den noch gefüllten Lkw anzuheben, was jedoch nicht gelang. Weil auch die Hilfe eines Radladers beim Entladen nur bedingt Erfolg brachte, musste ein Teil der Ladung in mühsamer Handarbeit durch die Feuerwehr entladen werden. Da sich zudem der Hydraulikstempel nicht mehr einfahren ließ, wurde dieser, nachdem das gesamte Hydrauliköl kontrolliert abgelassen und aufgefangen worden war, mit einem Trennschleifer zerlegt. Erst nach Abschluss dieser Maßnahmen konnte der Lkw geborgen werden.

Hinterlasse einen Kommentar

Das könnte dich auch interessieren: