Samstag, 3. Dezember 2016

Auffahrunfall: Fahrerkabine abgerissen

Hamburg – Ein toter Lkw-Fahrer, ein leicht verletzter Lkw-Fahrer, zwei stark beschädigte Sattelzüge und ein demoliertes Wohnmobil – so die Bilanz eines Verkehrsunfalls auf der Autobahn 261 bei Hamburg. Ein 53-Jähriger war am Freitag gegen 13.25 Uhr mit einem Tankzug mit hoher Geschwindigkeit auf einen vorausfahrenden Sattelzug aufgefahren. Der Aufprall war so heftig, dass die Fahrerkabine des Tankzuges abgerissen wurde.

Der zweite Sattelzug wurde noch auf ein vor ihm fahrendes Wohnmobil geschoben. Der Fahrer des auffahrenden Sattelzuges war in der abgerissenen Fahrerkabine eingeklemmt und lebensgefährlich verletzt. Die Feuerwehr Hamburg rückte mit einem Großaufgebot zur auf die A 261 (Eckverbindung von der A 1 auf die A 7 in Höhe der Anschlussstelle HH-Marmstorf-Lürade) aus.

Ein Tanklastzug prallte auf der A 261 bei Hamburg so heftig auf eine vorausfahrenden Sattelzug, dass die Fahrerkabine abgerissen wurde. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Foto: Köhlbrandt

Ein Tanklastzug prallte auf der A 261 bei Hamburg so heftig auf eine vorausfahrenden Sattelzug, dass die Fahrerkabine abgerissen wurde. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle. Foto: Köhlbrandt

Die Rettungsleitstelle entsandte den Löschzug der Feuer- und Rettungswache (FuRW) Harburg, einen GW-Rüst 2 der FuRW Süderelbe, den Kran samt Abrollbehälter Kran von der Technik- und Umweltwache, die FF Sinstorf und zwei Rettungswagen sowie das NEF 36 zur Unfallstelle entsandt. Der B-Dienst 30-1 (Einsatzführung Süd) sowie der Umweltdienst rückten ebenfalls an. „Als wir ankamen, war der Fahrer in der Kabine eingeklemmt, wir haben hydraulische Rettungsgeräte eingesetzt, um ihn zu befreien“, berichtete ein Feuerwehrmann vor Ort.

Die Feuerwehrleute konnten den 53-Jährigen relativ schnell befreien. Er starb trotz eingeleiteter Reanimationsversuche aber noch an der Unfallstelle. Der zweite beteiligte Fahrer zog sich nur leichte Verletzungen zu. Die Hamburger Feuerwehrleute mussten große Mengen an auslaufenden Betriebsstoffen abstreuen. „Aus dem zerstörten Motorblock sind größere Mengen Flüssigkeiten ausgetreten, die wir abbinden“, betonte der Einsatzleiter der Feuerwehr Hamburg, der diensthabende B-Dienst Süd Michael Krupski gegenüber feuerwehrmagazin.de.

Trotz sofort eigeleiteter Reanimationsversuche starb der Fahrer noch an der Unfallstelle. Foto: Köhlbrandt

Trotz sofort eigeleiteter Reanimationsversuche starb der Fahrer noch an der Unfallstelle. Foto: Köhlbrandt

Der diensthabende Umweltdienst 2 der Feuerwehr Hamburg, Matthias Freudenberg, unterstützte den Einsatzleiter bei den Maßnahmen und beriet mit ihm das weitere Vorgehen. Für die Hamburger Feuerwehr war der Einsatz nach zweieinhalb Stunden beendet. Die Bergung der verunfallten Fahrzeuge übernimmt ein Privatunternehmen. Die A 261 musste für die Dauer der Bergungs- und Aufräumarbeiten in Richtung Hamburg voll gesperrt werden. Es kam im Urlaubsverkehr zu langen Staus.

Kommentare

Teilen Sie uns Ihre Meinung mit...
Falls Sie ein Bild von sich beim Beitrag möchten: Gibts hier: Gravatar!