Donnerstag, 20. Juli 2017

Arbeitsunfall: Person durch Wasserrad lebensgefährlich verletzt

Pfullingen (BW) – Bei einem Arbeitsunfall in Pfullingen (Kreis Reutlingen) ist am Mittwochmorgen (03. Juni 2015) eine Person lebensgefährlich verletzt worden. Bei der Wartung eines Wasserkraftwerks wurde ein Monteur zwischen einem Wasserrad und einer Stahlstütze beziehungsweise Betonwand mit dem kompletten Oberkörper eingeklemmt. Die Rettungsaktion des Verunfallten verlief aufgrund der örtlichen Gegebenheiten aufwendig. Ein Großaufgebot an Kräften aus dem Kreis war im Einsatz.

Aufwendige Rettungsaktion einer durch ein Wasserrad eingeklemmten Person in Pfullingen. Foto: Feuerwehr Pfullingen

Aufwendige Rettungsaktion einer durch ein Wasserrad eingeklemmten Person in Pfullingen. Foto: 7aktuell.de / Lukas Felder

Zwei Mitarbeiter des Anlagenbetreibers führten eine Inspektion des Wasserrads durch. Aus nicht geklärten Gründen verloren beide das Gleichgewicht und stürzten in Laufrichtung des Rades. Einer der beiden Monteure klemmte sich dabei den Fuß ein, konnte sich aber selbst befreien. Der zweite Monteur stürzte zwischen das Wasserrad und eine Stahlstütze beziehungsweise Betonwand. Dabei klemmte der Oberkörper des Mannes ein. Er erlitt lebensgefährliche Verletzungen.

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Die Feuerwehr Pfullingen traf gegen 8.40 Uhr an der Einsatzstelle ein und begann sofort mit den Rettungsmaßnahmen. Als Sofortmaßnahme brachten Einsatzkräfte mehrere Kanthölzer an das Wasserrad an, um Drehnungen zu unterbinden. Eine weitere Fixierung des Wasserrads wurde durch die Seilwinde des Rüstwagens der Feuerwehr Pfullingen sichergestellt. Ungewollte Drehungen des Rads waren somit ausgeschlossen.

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Aufwendige Rettungsaktion einer durch ein Wasserrad eingeklemmten Person in Pfullingen. Foto: 7aktuell.de / Lukas Felder

Aufwendige Rettungsaktion einer durch ein Wasserrad eingeklemmten Person in Pfullingen. Foto: Feuerwehr Pfullingen

Aufwendige Rettungsaktion einer durch ein Wasserrad eingeklemmten Person in Pfullingen. Foto: Feuerwehr Pfullingen

Die anwesende Notärztin und die Besatzung eines Rettungswagens versorgten den Patienten. Der lebensbedrohliche Zustand machte eine Crashrettung des Patienten notwendig. Die Einsatzkräfte versuchten das Rad entgegen der Laufrichtung zu drehen, um den Oberkörper zu befreien. Die Maßnahme bewirkte allerdings das Gegenteil und musste abgebrochen werden. Der Zugführer-Rettung, der KBM, der Zugführer der Feuerwehr Reutlingen und die Notärztin besprachen weitere mögliche Rettungsmaßnahmen. Der Patient war zu diesem Zeitpunkt narkotisiert und soweit möglich medizinisch versorgt.

Mit einem Hebekizzensatz konnte das Wasserrad auf der Welle einige Zentimeter zur Seite bewegt werden. Dies führte zu einer Entlastung des Patienten. Der Platze reichte dennoch nicht für eine Rettung, da eine Stahlstütze den Weg versperrte. Einsatzkräfte durchtrennten sie mit einer Säbelsäge. Danach zog die Seilwinde des Rüstwagens der Feuerwehr Bad Urach die Stücke beiseite, so dass der nötige Raum zur Rettung vorhanden war. Der Patient konnte jetzt mit einem Spineboard aus seiner Lage befreit werden. Um kurz nach 10.00 Uhr meldete die Einsatzleitung „Patient befreit und im Rettungswagen“.

Insgesamt waren 68 Kräfte der Feuerwehren Pfullingen, Reutlingen und Bad Urach im Einsatz. 15 Einsatzfahrzeuge stellten die nötige Ausrüstung bereit. Unter anderem waren zwei Rüstwagen, eine Drehleiter, ein Feuerwehr-Kran und ein Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Rüst/Kran vor Ort.

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