Dienstag, 6. Dezember 2016

Airbag versagt bei Unfall, Fahrerin schwer verletzt

29. Dezember 2014 von  

Norden (NI) – In der Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag ereigneten sich in Norden (Kreis Aurich) auf der Bundesstraße 72 kurz nacheinander zwei Wildunfälle. Der zweite Unfall hatte verheerende Folgen. Eine Frau hatte mit ihrem Kleinwagen ein Damwild erfasst und darauf die Kontrolle über ihr Fahrzeug verloren. Der Wagen prallte gegen zwei Bäume. Der Fahrerairbag löste trotz der heftigen Aufpralle nicht aus. Die Frau wurde schwer verletzt eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Gegen Mitternacht ereignete sich der erste von zwei Wildunfällen. Ein Rudel Damwild stand auf der dunklen Fahrbahn. Ein herannahendes Fahrzeug rammte eines der Tiere. Der Unfall endete für den Autofahrer glimpflich, jedoch starb das Reh.

Schwerer Verkehrsunfall 27-12-2014

Nach einem Wildunfall ist eine Frau in ihrem Auto eingeklemmt und muss von der Feuerwehr befreit werden. Der Wagen hat mit einen heftigen Aufprall einen Baum gefällt. Fotos: Thomas Weege

Nur wenig später rannte fast an derselben Stelle erneut Damwild über die Bundesstraße. Auch diesmal kam es zum Zusammenstoß zwischen einem Reh und einem Auto. Dessen Fahrerin verlor die Kontrolle über ihren Polo Kombi und schleuderte nach rund 100 Metern gegen zwei Bäume. Den letzten Baum fällte der Wagen durch einen Frontalaufprall. Der völlig demolierte Wagen kam mit der Front in einem wasserführenden Graben zum Stehen. Seine 56-jährige Fahrerin war massiv eingeklemmt und schwer verletzt. Da der Airbag nicht auslöste, prallte die Frau mit dem Oberkörper gegen das Lenkrad und verletzte sich schwer.

Wildunfall. Foto: Thomas WeegeNeben Polizei und Rettungsdienst rückten die Feuerwehren aus Norden und Upgant-Schott an. Die Schottjer stellten den zweiten Hilfeleistungssatz, da der Rüstwagen der Norder Wehr wegen der kurz bevorstehenden Ersatzbeschaffung außer Dienst gestellt ist. Durch die ungünstige Lage des Unfallwagens sowie der erheblichen Einklemmung verlangte die Befreiungsaktion den Einsatzkräften viel Geschick ab. Die Fahrertür sowie die Windschutzscheibe mussten entfernt, das Dach abgeklappt und der Fußraum geweitet werden. Die Frau war während der gesamten Rettungsarbeiten ansprechbar. Da sie nur über die Beifahrerseite auf einer Schaufeltrage liegend aus dem Wrack gezogen werden konnte, bauten die Einsatzkräfte mit Steckleiterteilen eine Brücke über den Graben. So konnte die Trage des Rettungsdienstes auf einen Acker direkt an den Wagen herangetragen werden. Nach rund einer Stunde konnte ein Rettungswagen das Unfallopfer in ein Krankenhaus transportieren. Das Wildtier starb.

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