Samstag, 3. Dezember 2016

Ärzteteam verunglückt auf der A 27

13. März 2015 von  

Langwedel (NI) – Ein Ärzteteam ist am Freitagvormittag auf der A 27 zwischen Langwedel und Achim (Kreis Verden) verunglückt. Die fünf Personen waren mit einem Fahrzeug der Johanniter-Unfall-Hilfe unterwegs, um eine Organtransplantation durchzuführen. Bei dem Unfall erlitten zwei Ärzte schwere, drei weitere Menschen leichte Verletzungen.

Das Fahrzeug war an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gestartet und in Fahrtrichtung Bremen unterwegs. Das medizinische Team sollte Organe eines Patienten entnehmen und später verpflanzen. Bei einem Überholversuch des 19 Jahre alten Fahrers touchierte der VW-Transporter nach Polizeiangaben einen Sattelzug, geriet ins Schleudern und überschlug sich in der Folge zweimal. Der VW blieb anschließend auf dem Dach liegen.

Eine Streifenwagenbesatzung der Autobahnpolizei bemerkte den Unfall zufällig von der Gegenfahrbahn aus, wenig später gingen die ersten Notrufe ein. Weil sich eines der Opfer noch im Innern des Fahrzeugs befand, alarmiert die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle neben einem Großaufgebot des Rettungsdienstes auch die Feuerwehr Langwedel. Letztlich konnten alle Insassen ohne hydraulisches Rettungsgerät das Wrack verlassen.

Während der 19-jährige Fahrer sowie zwei weitere Insassen im Kleinbus leicht verletzt wurden, erlitten eine Ärztin und ein Arzt auf der Rückbank schwere Verletzungen. Der 51-jährige Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt. Der Schaden an Kleintransporter und Sattelauflieger wird auf rund 45.000 Euro geschätzt. Für rund eine Stunde musste die A 27 in Richtung Bremer Kreuz voll und später teilweise gesperrt werden.

Unfall auf der A 27: ein Organspendeteam ist verunglückt. Foto: photoka.de

Unfall auf der A 27: ein Organspendeteam ist verunglückt. Foto: photoka.de

Kommentare

13 Kommentare zu “Ärzteteam verunglückt auf der A 27”
  1. Herkendell sagt:

    Ich muß immer wieder feststellen, das aus Kostengründen auf junge Fahrer ohne große Erfahrung im Umgang mit Sonderrechtsfahrzeugen zurück gegriffen wird. Anstatt auf erfahrene Mitarbeiter zurück zugreifen.

  2. Benjamin Janssen sagt:

    Das muss ich leider bestätigen……………….

  3. Dutz sagt:

    Ich plädiere für Mindestalter 21 Jahre und ausführliche Fahrerschulung inkl. „Schleuderparcours“.

  4. Kenner sagt:

    Der Einsatz dieser Kräfte ist meist aus Kostengründen erforderlich. Egal ob in medizinischen Diensten mit Blaulicht oder im Patienten-/Behindertenfahrdienst.

    Bei den geringen Beträgen die die Kostenträger zahlen, kann man keine vernünftigen Löhne zahlen. Für diese Löhne kriegt man halt in der Fläche nur junges oder unqualifiziertes Personal. Meist sogar nur eine Kombination daraus.

  5. Wolle sagt:

    Es solte grundsätzlich endlich mal eine Unterweisung in fahrten mit Sonder und Wegerechte geben bevor irgendjemand egal wie alt auf ein solches Fahrzeug gesetzt wird. Egal ob nur KTW,NEF,Pol,Löchfarzeuge.
    Wieviele von uns Fahren weiß das die Unfallgefahr mit Sonder und Wegerechten um ein ( 600 faches ) höher ist, wer ist sich seiner Verantwortung gegenüber anderer Verkehrsteilnehmer, seiner Kollegen, seinem Patienten wircklich bewust gerade wen er neu in dem Job ist.

    MFG

  6. Stefan M. Faust sagt:

    Ich weiß nicht, ob der Einsatz des Fahrers etwas mit Kostengründen zu tun hat, wie Herkendell meint. Auf jeden Fall aber stimme ich mit ihm überein, daß so ein junger Fahrer (19 Jahre alt) einfach nicht die nötige Erfahrung hat, um ein Fahrzeug zu fahren, das mit Sondersignal unterwegs ist. Hilfreich wäre in so einem Fall sicherlich ein spezieller Lehrgang im Umgang mit BOS-Fahrzeugen, wie er ja auch bei der Polizei Anwendung findet.

  7. Piet sagt:

    Und woher soll die erfahrung kommen HERKENDELL ? 😉

  8. Butogol sagt:

    Herkendell in diesem Fall war es aber denke ich irrelevant ob es ein Sonderrechtsfahrzeug war oder nicht. Es ist ja lt. dem Artikel nicht mit Blaulicht oder Akustik gefahren. Außerdem sind die erfahrenen Mitarbeiter irgendwann schlicht in Rente wenn kein nachwuchs kommt. Und wenn man den Nachwuchs nicht einmal eine Transferfahrt machen lässt kann er es nie lernen… ich denke nicht dass sich die hier genannten weiteren Insassen oder der Dinstleiter unsicher fühlten den ungen Mann fahren zulassen. Unfälle passieren… man sollte sich freuen, dass es bei einem Sachschaden und schweren verletzungen blieb und keine Toten gab.

  9. Bianca sagt:

    Wie sollen dann junge Fahrer ohne Erfahrung das lernen wenn man ihnen keine Chance gibt? Es gibt halt keine jungen Menschen mit 20 oder mehr Jahren Berufserfahrung ….. in keinem Beruf !!!!

  10. Polle2 sagt:

    Ich wünsche allen gute Besserung.

  11. rs10 sagt:

    So ein Unfall kann jedem von uns passieren! Ob er jetzt 18 oder 50 Jahre alt ist.
    Ich vermute, dass Unaufmerksamkeit die Ursache ist. Der Fahrer hat sich wahrscheinich mit den anderen unterhalten, war abgelenkt und hat die
    Geschwindigkeit des Lkw. nicht richtig eingeschätzt. Wenn er dann noch zu
    dicht aufgefahren war, gab es nur eins, bremsen und weg vom Lkw. Das heißt
    nach links rüberziehen um nicht aufzufahren. Dabei hat er den Lkw touchiert
    und es kam zum Unfall.
    Wir haben in der Fahrschule gelernt beim Fahren auf der Autobahn ,,Nach vorne Abstand halten und nach hinten sichern“

  12. Peter Arnold sagt:

    Auch bei uns fahren sehr junge Fahrer ohne Praxis Blaulichtfahrten durch.
    Kaum den Führerschein,dann ab durch die Mitte mit Blaulicht. Überall wird gespart.

  13. Mr X sagt:

    Wo steht das die mit SoSi unterwegs wahren?

Kommentare

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