Mittwoch, 23. August 2017

Acht Verletzte nach Ammoniakfreisetzung

Elsdorf (NI) – Rund 100 Einsatzkräfte von Rettungsdienst, Feuerwehr und Polizei mussten am Montagmorgen zu einer Molkerei nach Elsdorf bei Zeven (Kreis Rotenburg) ausrücken, da dort aus einem undichten Anlagenteil Ammoniak ausgetreten war. Zahlreiche Mitarbeiter klagten über Unwohlsein, acht von ihnen erlitten Verletzungen.

Kurz nach 9 Uhr ging die Meldung bei der Rettungsleitstelle ein. Beamte des Zevener Polizeikommissariats trafen kurze Zeit später ein und sperrten den Bereich gemeinsam mit der Feuerwehr ab. Atemschutzgeräteträger evakuierten den betroffenen Gebäudeteil der Molkerei. Gleichzeitig prüften Spezialisten des Gefahrgutzuges des Landkreises die Höhe der Schadstoffwerte in der Luft.

Da zahlreiche Mitarbeiter über Unwohlsein nach Einatmen von Ammoniakdämpfen klagten, richteten mehrere Schnelleinsatzgruppen (SEG) einen Notfall-Behandlungsplatz ein. Dort wurden die rund 95 Mitarbeiter aus dem betroffenen Betriebsbereich unter Führung eines Leitenden Notarztes gesichtet. Etwa 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hatten Kontakt mit den Ammoniakdämpfen und wurden vor Ort behandelt. Acht Patienten mussten in Krankenhäuser nach Zeven und Rotenburg transportiert werden.

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Bis zum Nachmittag ließen die Kräfte das flüssige Ammoniak ab. Danach begann die Suche nach der Leckage durch Spezialisten von zwei Fachfirmen.

Beamte der Rotenburger Polizeiinspektion nahmen noch am Montag die Ermittlungen zur Schadensursache vor Ort auf. Insgesamt waren rund 50 Rettungskräfte der Schnelleinsatzgruppen aus Rotenburg und Verden, drei Notärzte und rund 50 Feuerwehrleute der Feuerwehren Elsdorf, Zeven und des Gefahrgutzuges des Landkreises Rotenburg im Einsatz.

Gefahrgutunfall mit Ammonikak: In dieser Molkerei in Elsdorf kam es zur Freisetzung des Stoffes. Foto: Polizei

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